Start am 24. Juni

Ausflug ins Grüne: Mit dem Stadtbus zum Kehr in den Stadtwald

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Beliebtes Ausflugsziel: Am Kehr im Göttinger Stadtwald suchen insbesondere in den Sommermonaten viele Göttinger und ihre Gäste Erholung. 

Göttingen. 19 Jahre nach deren Einstellung soll es bereits ab Samstag, 24. Juni, wieder eine Buslinie zum Kehr im Göttinger Stadtwald geben.

Es ist geplant, Busse samstags und sonntags zwischen 10 und 18 Uhr stündlich fahren zu lassen – zunächst testweise bis Ende Oktober.

Dabei soll es sich um die Linie 73 handeln, die dann von der Grete-Henry-Straße auf den Zietenterrassen weiter bis zum Kehr fährt. Probefahrten mit einem Stadtbus wurden bereits unternommen. Der neue Streckenverlauf führt von der Endhaltestelle Grete-Henry-Straße über die Straße „Vor dem Walde“ am Jägerhaus vorbei zum Kehr. Wenden wird der Bus an der alten Buswendeschleife in der Bismarckstraße, so dass er um zwei enge Kurven fahren muss, zunächst in die Borheckstraße, dann in die Bismarckstraße. Die neue Bushaltestelle wurde bereits angelegt.

Bereits im August 2016 hatte die SPD im Göttinger Stadtrat das Thema eingebracht – nach Anregung von Sven Wagner, Betriebsleiter des Biergartens am Kehr. Der Kehr sei Ziel von Spaziergängen und Wanderungen und gleichzeitig Startpunkt für Ausflüge, hieß es in der Begründung des Antrages. Durch die neue Linie würde die Attraktivität des Naherholungsgebiets weiter steigen.

„Ich finde die Entscheidung gut“, sagt Wagner. „Zwar wird das Projekt defizitär sein, aber für ältere Menschen, die nicht mehr gut laufen können oder kein Auto haben, ist es sehr sinnvoll.“

Doch für die Testphase gibt es auch Kritik: „Ich gebe der Weiterführung der Linie 73 keine großen Chancen auf eine Verlängerung im nächsten Jahr“, so ein Insider. Denn: Bereits die Fahrt vom Bahnhof über Teile des Ostviertels und Geismar bis zur Grete-Henry-Straße dauere mit zwanzig Minuten zu lang. Ideal wäre der Streckenverlauf der damaligen Linie A.

Diese fuhr bis 1998 am Wochenende und Mittwochabends vom Zentrum über die Stadthalle, die Herzberger Landstraße, die Schillerwiesen und die Bismarckstraße zum Kehr. Das A stand dabei für Ausflugsfahrt. Mit dem Fahrplanwechsel wurde die Linie jedoch damals eingestellt, weil die Nutzerzahlen stark rückläufig waren.

Damit der Bus fahren kann, müssen am Dienstag, 13. Juni, Asphaltierungsarbeiten im Einmündungsbereich Bismarckstraße / Vor dem Walde erfolgen. Die Zufahrt zum Kehr erfolgt an diesem Tag über die Bismarckstraße, die Zufahrt zur Gaststätte „Jägerhaus“ über die Straße „Vor dem Walde“.

Wildgehege

Am Kehr gibt es neben dem Kiosk mit Biergarten das 20 Hektar große Wildgehege mit Dammwild und Wildschweinen, einen großen Reitverein, ein Waldrestaurant und den Bismarckturm, der in den Sommermonaten eine tolle Aussicht auf Göttingen bietet.

Neue Linie 93: Im Wintersemester 15-Minuten-Takt zwischen Bahnhof und Nordcampus

Voraussichtlich ab dem 16. Oktober, also zum Beginn des Wintersemesters, verkehren mit der Linie 93 zusätzliche Busse zwischen dem Göttinger Bahnhof und dem Uni-Nordcampus.

Dem Plan der Göttinger Verkehrsbetriebe stimmte der Bauausschuss zu. Jetzt muss die Linie, die zunächst testweise bis zum 2. Februar laufen soll, noch genehmigt werden. Die neue Linie wird montags bis freitags von 7.30 bis 18.30 Uhr verkehren.

Mit dem bestehenden Angebot der Linien 91/92 ergibt sich daraus ein 15-Minuten-Takt zwischen Bahnhof und Nordcampus. Bislang sind die Busse der Linien 91/92 oft stark überlastet, und die Göttinger Verkehrsbetriebe müssen ohnehin Zusatz-Busse einsetzen.

Die Mehrkosten für die Zusatz-Linie belaufen sich deshalb fürs Wintersemester auf lediglich 17 000 Euro. Ob die Linie 93 dauerhaft bestehen bleibt, soll dann im kommenden Jahr entschieden werden. Dazu soll erst die Entwicklung der Fahrgastzahlen abgewartet werden.

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