In Uni-Rangliste von Platz neun auf fünf geklettert

Ausländische Studis strömen nach Göttingen

Farbenprächtige Willkommenskultur auch auf dem zentralen Campus: Im April blühen dort die Zierkirschen. Darüber freuen sich nicht nur die immer mehr ausländischen Studierenden der Uni Göttingen. Archivfoto: Schmidt-Hagemeyer/nh

Göttingen. Die Uni Göttingen wird bei ausländischen Studenten immer beliebter. Der Anteil an internationalen Studenten wuchs von 2008 bis jetzt von 10,9 auf 12,2 Prozent.

In Niedersachsen liegt der Anteil bei 10,2 Prozent.

Im Sommersemester 2014 waren in Göttingen 3557 der 29.239 Studenten Staatsbürger anderer Nationen. Über diesen Erfolg freut sich Vize-Präsidentin Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, die für Internationales zuständig ist. Sie setzt sich intensiv dafür ein, die Willkommenskultur an der Universität zu verbessern.

Doch nicht nur die quantitativen Zahlen sprechen für die Georgia Augusta: Die Bemühungen werden auch von ausländischen Gästen honoriert: So erhielt die Uni eine Auszeichnung von der Internetplattform Studyportals. Dort bewerteten die Studierenden ihre Erfahrungen. Auf einer Skala von zehn Punkten erhielt Göttingen im Durchschnitt einen Wert von 9,5.

„Außenministerin“ der Uni Göttingen: Vizepräsidentin Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne. Foto: Uni Göttingen/nh

Und: Die Uni Göttingen lockt auch eine steigende Zahl ausländischer Wissenschaftler an, die mit einem Humboldt-Stipendium in die Südniedersachsen-Metropole kommen: Kamen 2012 noch 140 Stipendiaten an die Uni, waren es 2014 bereits 148. In einer Rangliste der deutschen Universitäten kletterte Göttingen von Platz neun auf Rang fünf.

Die Universität tut viel dafür, Studierende und junge Wissenschaftler aus der ganzen Welt für Göttingen zu interessieren. Seit einigen Jahren gibt es die Stabsstelle „Göttingen International“. Arbeiteten in dem Bereich 2009 drei Mitarbeiter, so sind es inzwischen mehr als 40.

Das Engagement und das Mehr an Ressourcen trägt Früchte: Das Welcome Center in Göttingen arbeitet laut Casper-Hehne sehr erfolgreich. Es kümmert sich um alle Bereiche, die für ein erfolgreiches Studium sowie eine qualitativ hochwertige wissenschaftliche Arbeit erforderlich sind. Dazu gehört die Hilfe bei der Suche nach einer Unterkunft, die Betreuung von Behördengängen oder auch das Beantworten von Fragen wie zur Krankenversicherung oder zur Kinderbetreuung. Denkbar ist auch, dass die Arbeit des Welcome Centers weiter ausgedehnt wird, wie Casper-Hehne sagt.

Außerdem sorgt ein weiterer Bereich dafür, dass gezielt Stipendien und Drittmittel für internationale Studenten und Jung-Wissenschaftler eingeworben werden. Denn nicht alle Studierenden können sich den Aufenthalt in Deutschland leisten.

Zum Konzept gehört auch, dass mehr internationale Studiengänge in Göttingen angeboten werden. Waren dies 2009 noch 20, so sind es jetzt etwa 50. (bsc/tko)

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