Sparkasse ermöglicht Kontoeröffnung

Ausnahmeregelung in Göttingen: Konto für Flüchtlinge

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Göttingen. Flüchtlinge mit einer Duldung können bei der Sparkasse Göttingen künftig ein eigenes Konto eröffnen. Eine Ausnahmeregelung macht dies möglich.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler hatte sich dafür eingesetzt. Geltende Gesetzlage in Deutschland ist, dass bei Kontoeröffnung ein amtliches Identitätspapier mit Lichtbild vorgelegt wird. Dieser Auflage können Geduldete nicht nachkommen. Denn ihre Duldung wird nicht als amtliches Identitätspapier akzeptiert. Ein eigenes Konto bleibt ihnen damit verwehrt, mit allen Konsequenzen: monatliches Schlange stehen an der Geldausgabe, schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt sowie Probleme beim Abschluss von Mobilfunkverträgen und Einkäufen im Internet.

Die Grünen und der Integrationsrat hatten Köhler davon überzeugt, dass er sich für die Ausnahmeregelung stark macht. „Da die Sparkasse Göttingen Teil der kommunalen Familie ist, sind Ratsentscheidungen und das Wort des Oberbürgermeisters, der auch im Verwaltungsrat der Sparkasse sitzt, bindend – in diesem Fall ein echter Gewinn für Geduldete in Göttingen“, sagt Mehmet Tugcu, migrationspolitischer Sprecher der Grünen im Stadtrat.

Für die Kontoeröffnung können die gedulteten Flüchtlinge die Sparkassen-Zweigstellen an der Godehardstraße sowie im Kreishaus ansteuern.

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