Ausstellung: Polizei unterm Hakenkreuz

Der Göttinger Marktplatz im Dritten Reich: Die Polizei spielte eine wichtige Rolle im Herrschaftssystem.
+
Der Göttinger Marktplatz im Dritten Reich: Die Polizei spielte eine wichtige Rolle im Herrschaftssystem.

Göttingen. Wie war die Polizei ins NS-Herrschaftssystem eingebunden? Diese Frage wird bei einer Ausstellung vom 30. April bis 4. Juni in den Räumen der Polizeiinspektion in Göttingen-Weende beantwortet.

Die umfangreiche Ausstellung, die in den Räumen der Göttinger Inspektion (Otto-Hahn-Straße 2) zu sehen ist, thematisiert unter dem Titel „Ordnung und Vernichtung – Die Polizei im NS-Staat“ den Beitrag der deutschen Polizei zum nationalsozialistischen Terrorregime. Die Polizei war ein zentrales Herrschaftsinstrument im Dritten Reich. Von seinen Anfängen bis zu seinem Untergang konnte es sich auf die Polizei stützen – auch im Bereich des Landes Niedersachsen.

Der Kern der Ausstellung wurde im Jahr 2011 in einer Kooperation zwischen der Deutschen Hochschule der Polizei und dem Deutschen Historischen Museum in Berlin gestaltet. Ein Team von Historikern der Polizeiakademie Niedersachen erweiterte die Kernthesen ein Jahr später um spezifisch niedersächsische Perspektiven. Die Göttinger Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Polizeipräsidenten den Polizeidirektion Göttingen Robert Kruse.

Während der knapp fünfwöchigen Ausstellungsdauer lädt die Göttinger Polizei neben Schulklassen, Jugendgruppen und alle Interessierte zu kostenlosen Ausstellungsführungen in ihr Weender Dienstgebäude ein. Begleitet und inhaltlich ergänzt wird die Göttinger Präsentation außerdem durch sechs Sonderveranstaltungen und vom Göttinger Geschichtsverein speziell aufgearbeitetes, historisches Material mit Lokalbezug. Führungen für Einzelpersonen gibt es nach Voranmeldung jeweils montags bis freitags um 16 Uhr. Führungen für Gruppen sind nach Vereinbarung möglich. Eine Führung dauert etwa eine Stunde. Am Sonntag, 18. und 25. Mai, ist die Ausstellung jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Sonderveranstaltungen

Außerdem gibt es Sonderveranstaltungen (Voranmeldung erforderlich):

• Dienstag, 6. Mai 2014, 18 Uhr, Vortrag mit Dr. Cordula Tollmien: „Göttingen im Jahr 1933“;

• Mittwoch, 14. Mai, 18 Uhr, Dokumentarfilm „Göttingen unterm Hakenkreuz“ von und mit dem Göttinger Filmemacher Uwe Fanelli;

• Dienstag, 20. Mai, 18 Uhr, Vortrag von Dr. Dietmar Sedlaczek: „Das KZ Moringen“;

• Dienstag, 27. Mai, 18 Uhr, Vortrag Regierungsrat Dr. Dirk Götting, Kurator des Polizeimuseums Niedersachsen: 1933 und die Folgen für die Polizei. Weitere Infos gibt es im Internet. (bsc)

Anmeldung und Kontakt: Präventionsteam der Polizeiinspektion Göttingen, Tel. 0551/491-2008, E-Mail: postfach-praevention@pi-goe.polizei.niedersachsen.de

www.polizeigeschichte-niedersachsen.de

www.pi-goe.polizei-nds.de/dienststellen/pi_goettingen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.