Australian Pink Floyd Show gastierte in der Göttinger Lokhalle

Lichtshow mit großer Leinwand, Scheinwerferbatterien und zahlreiche Laserlichtern: So präsentierte sich Australien Pink Floyd Show in der Göttinger Lokhalle. Foto: Schröter

Göttingen. Seit über 20 Jahren ist sie die weltweit erfolgreichste Pink Floyd Cover-Band.

Am Mittwoch überzeugte die Australian Pink Floyd Show das Publikum in der gut besuchten, wenn auch nicht ganz ausverkauften Göttinger Lokhalle.

Mit „Astronomy Domine“ aus dem Jahre 1967 wählten die sieben Musiker aus Down Under zum Einstieg eher schwere Kost, mit der sie zunächst für eine intensive, beinahe bedrohliche und abgedrehte Stimmung sorgten. Danach jedoch machte sich sofort wohlige Gänsehaut breit. Langsam entfaltete sich ein wabernder Synthie-Teppich im Saal und das endlos schöne Intro zu „Shine On You Crazy Diamond“ nahm seinen Lauf.

Die Hommage an das mittlerweile verstorbene Gründungsmitglied Syd Barrett, der zwischendurch von der großen, runden Leinwand ins Publikum blickte, gilt gemeinhin als das vollkommenste Stück der Briten und wurde auch mit dementsprechender Leidenschaft von der Australian Pink Floyd Show präsentiert. Von dem genialen Einstieg über den erhabenen und von den weiblichen Backingvocals getragenen Refrain bis hin zum schmeichelnden Saxophon-Outro wurde jeder einzelne Teil in einer fast schon unheimlichen Perfektion wiedergegeben.

Und auch die verschiedenen Gesangspassagen, die auf vier Mitglieder der Coverband aufgeteilt waren, kamen ihren Vorbildern mitunter sehr nahe. Dazu die professionelle Lichtshow mit der großen Leinwand, den Scheinwerferbatterien und den zahlreichen Laserlichtern. Da verwundert es kaum, das Pink Floyd-Mitbegründer David Gilmour die australische Cover-Band 1996 zu seinem 50. Geburtstag einlud und nach deren Auftritt meinte: „Die sind besser als wir!“

Australian Pink Floyd Show in der Göttinger Lokhalle

Wie gut die Australier wirklich sind, zeigten sie dann auch im weiteren Konzertverlauf. Unter dem Motto „Das Beste vom Besten“ spielten sie zwei Stunden lang die größten Pink-Floyd-Songs, darunter Time, Wish you were here, Money, Welcome to the Machine und viele andere. Und das alles so nah an Pink Floyd wie nur möglich, aber dennoch mit einer persönlichen Note versehen, die sie als Hommage an ihre großen Vorbilder verstanden haben wollen.

Der ebenso stürmische wie dankbare Applaus des Publikums jedenfalls zeigte, dass diese Art der musikalischen Denkmalpflege bestens funktioniert.

Von Per Schröter

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