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6:1 gegen Fulham FC: Austria Wien triumphiert in der Lokhalle

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Von: Thomas Kopietz

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Publikumslieblinge und Sieger: Die U-19 von Austria Wien gewann am Sonntag in der Lokhalle den Rewe-Junior-Cup vor 3000 Zuschauern. Im Finale hieß es 6:1 gegen den FC Fulham.
Publikumslieblinge und Sieger: Die U-19 von Austria Wien gewann am Sonntag in der Lokhalle den Rewe-Junior-Cup vor 3000 Zuschauern. Im Finale hieß es 6:1 gegen den FC Fulham. Danach ließen die Spieler ihren Trainer „fliegen“. © Hubert Jelinek

Göttingen – Austria Wien hat am Sonntag, 8. Januar, den Rewe-Junior-Cup 2023 in der Göttinger Lokhalle vor 3000 Zuschauern gewonnen.

Göttingen - Die Wiener siegten am späten Sonntagnachmittag in der ausverkauften Lokhalle mit 6:1 gegen den U-19-Nachwuchs des Premier-League-Klubs FC Fulham London.

Austria gewinnt zum vierten Mal in der Lokhalle

Es war der vierte Triumph bei einem der bestbesetzten Hallenfußballturniere für Nachwuchsmannschaften in Europa. Die Wiener hatten bereits von 2014 bis 2016 gewonnen. Nun also – verdientermaßen – auch 2023, nach einer zweijährigen Corona-Pause, die die Veranstalter hinnehmen mussten.

Traustart für Austria im Finale

Im Finale legten die Wiener einen Traumstart hin: Nach 10 Sekunden machte Fabian Jankowicz das 1:0. Damit nicht genug: Sanel Sajic legt in der 3. Spielminute nach. Es war das zwölfte Turniertor für ihn und ein ganz wichtiges für den Spielverlauf im Finale.

Und dann war auch noch Denis Dizdarevic wieder zur Stelle. Er schickte nach seinem Treffer wieder einmal Kusshände gen Publikum.

Kusshände ins Publikum: Dizdarevic will Fans etwas bieten

„Ich lasse mir immer gern etwas einfallen beim Jubeln, möchte den Zuschauern auch etwas damit bieten“, sagte er. Ein Vorhaben, das gelang. Auch, weil er oft Gelegenheit zum Küsschenwerfen hatte, zwölf Mal traf er im Turnierverlauf. Auf 1:3 verkürzte dann in der achten Spielminute der Nachwuchs des englischen Premierleague-Klubs FC Fulham. Für die Londoner traf Callum Osmand.

Doch statt des Anschlusstores ging es für den FC Fulham postwendend nach hinten los: Sanel Sajic - wer sonst - machte mit einem langen Bein bei einem Konter das 4:1. Turniertor Nummer 13 für ihn.

Zwei Wiener kämpfen um die Torjägerkanone

Dann gab es Strafstoß für die Austria: Dizdarevic schnappte sich den Ball, wollte in der Torjägerliste mit Kumpel Sajic gleichziehen, aber er scheiterte mit seinem unplazierten Schuss aus neuen Metern. Dafür traf kurz darauf Enis Safin per Weitschuss zwei Minuten vor Schluss zum 5:1 – damit war alles klar. Das 6:1 legte schließlich noch Andrija Milosavljevic nach.

Mainz 05, Schalke und Gladbach überraschend im Viertelfinale raus

Wieder einmal bewahrheitete sich am Finaltag des glänzend besetzten Turniers für U-19-Mannschaften, dass Top-Leistungen in der Vorrunde am Sonntag meist bedeutungslos sind. Beispiele: Titelverteidiger FSV Mainz 05 hatte zuvor eindrucksvoll aufgespielt. Dann war für die technisch wie körperlich starken Mainzer im Viertelfinale Schluss, nach einer in dieser Höhe nicht erwarteten 1:6-Klatsche gegen die groß aufspielenden Austria Wien.

Aus im Viertelfinale hieß es auch für den FC Schalke 04. Das Ausscheiden kam ebenfalls unerwartet, denn der FC Fulham hatte zuvor im Turnierverlauf keinesfalls restlos überzeugt. Das 0:3 war aber nicht so klar, wie es sich liest. Zwei Treffer fielen als Konter ins leere Schalker Tor.

Fulham und Hannover 96 steigerten sich am Finaltag in der Lokhalle

Der FC Fulham steigerte sich während der Turniertage extrem. Ebenso eine Mannschaft, die stets Sympathien in der Göttinger Lokhalle genießt: Hannover 96. Die Reise der Roten ging über einen durchaus überraschenden aber verdienten 3:2-Viertelfinal-Erfolg gegen die zuvor überzeugenden Fohlen von Borussia Mönchengladbach bis ins Halbfinale, Stopp war dann das 2:5 gegen die Austria.

Göttingen 05 spielt groß auf und scheitert knapp am Halbfinaleinzug

Und: Großartig war die Leistung vom besten regionalen Team, Göttingen 05. Erst nach Verlängerung unterlag das Team von Trainer Nils Leunig 4:6 und klopfte damit kräftig an die Tür zum Halbfinale an. „Die Chance zu gewinnen war da“, sagte Leunig, der sein Team für eine „tolle Turnierleistung“ lobte. „Das 4:6 erst nach Verlängerung hat gezeigt, dass unser 2:2 im Gruppenspiel kein Zufall war, und wir durchaus gegen Große auch mithalten können.“

Fairness-Pokal geht an JFV 37 Göttingen

Stark auch der JFV 37 Göttingen – gebildet aus den Klubs SC Hainberg, SVG und RSV 05. Ohne Pokal gingen beide jedenfalls nicht aus der Halle: 05 bekam die Pokale für die beste und treffsicherste Regio-Mannschaft, JFV 37 den Cup für das fairste Team. Hannover 96 verlor das kleine Finale gegen die mit herausragenden Individualisten gespickte AZ Alkmaar.

Ministerpräsident Weil ist begeistert vom Turnier

Insgesamt fielen 644 Turniertore, das waren 5,8 Tore pro Spiel. Die Pokale übergaben die beiden Schirmherren Landrat Marcel Rietig, Bundestagsabgeordneter Konstantin Kuhle und Ehrengast Ministerpräsident Stefan Weil, der vom Turnier „total begeistert“ war – sowie Vertreter der Hauptsponsoren. Lutz Renneberg von der veranstaltenden Fest GmbH bilanzierte, dass nach der zweijährigen Corona-Zwangspause alles „super geklappt hat“. (Thomas Kopietz)

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