Aktion der Spiele-Autoren-Zunft

Autoren-Treffen in der Göttinger Lokhalle: Ein Paradies für Spiele-Fans

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Ehrung: Für seine Verdienste um das Kulturgut Spiel überreichte Göttingens Kulturdezernentin Petra Broistedt Wieland Herold aus Oldenburg den mit 1000 Euro dotierten „Göttinger Spatz“.

Als echtes Paradies für alle Fans von Gesellschaftsspielen präsentierte sich am Wochenende die Lokhalle beim 38. Göttinger Spieleautoren-Treffen.

„Dies sind für jeden Spieleautor zwei der wichtigsten Tage des gesamten Jahres“, betonte Mitorganisator Christian Beiersdorf, Geschäftsführer der Spiele-Autoren-Zunft (SAZ), die das Treffen zusammen mit der Stadt Göttingen veranstaltet. „Dieses Treffen gehört inzwischen zu den bedeutendsten Ereignissen überhaupt hier in der Stadt“, setzte deren Kulturdezernentin Petra Broistedt noch einen drauf. Hier würden schließlich Spiele aus der Taufe gehoben, die später Menschen im ganzen Land oder sogar weltweit begeistern.

Rund 400 Prototypen hatten die aus ganz Europa angereisten Teilnehmer im Gepäck, die dann von Redakteuren zahlreicher deutscher Spieleverlage ausprobiert und beurteilt wurden. Egal ob innovatives Brettspiel, Kartenspiel mit Ärger-Potenzial, Lernspiel für Rechenkünstler oder dreidimensionales Strategiespiel - der Ideenreichtum der Spiele-Erfinder schien auch in diesem Jahr keine Grenzen zu kennen.

 „Hoch im Kurs liegen seit einigen Jahren vor allem kommunikative Spiele, bei denen die Akteure viel miteinander sprechen müssen“, sagte Christian Beiersdorfer. Aktuell gehe der Trend auch zu kooperativen Spielen für Erwachsene, bei denen „Einmal-Materialien“ zum Einsatz kommen und bei denen dadurch jede Spielrunde anders sei. „Sehr beliebt sind aber weiterhin auch flotte Würfelspiele wie „Ganz schön clever“, das beim letzten Treffen als Spiel des Jahres prämiert wurde.“

Ehrung: Für seine Verdienste um das Kulturgut Spiel überreichte Göttingens Kulturdezernentin Petra Broistedt Wieland Herold aus Oldenburg den mit 1000 Euro dotierten „Göttinger Spatz“.

Dass die Veranstaltung erstmals seit der Premiere 1983 nicht in der wegen Sanierungsarbeiten geschlossenen Stadthalle, sondern in der Lokhalle stattfand, tat der guten Stimmung keinen Abbruch – ganz im Gegenteil! „Diese Halle ist einfach großartig“, schwärmte Christian Beiersdorf. Er habe von allen Teilnehmern „ein tolles Feedback“ erhalten. „Die Lokhalle ist richtig klasse“, bestätigte Spieleautor Michael Luu, der aus Hamburg angereist und zum wiederholten Mal beim Treffen dabei war.

„Hier hat man im Gegensatz zur Stadthalle alles im Blick, was ich sehr sympathisch finde“, meinte Luu. Für ihn sei das Spieleautoren-Treffen immer wieder „ein schönes und sehr familiäres Event, bei dem man viele bekannte Menschen trifft und bei dem man sich nicht fühlt, als wenn man arbeiten würde“. Allein aus diesem Grund sei das Treffen für ihn jedes Jahr „ein absolutes Muss“.

Für seine „umfassenden Verdienste für das Kulturgut Spiel“ wurde in diesem Jahr Wieland Herold mit dem von der Stadt vergebenen „Göttinger Spatz“ geehrt. Der aktuell in Oldenburg lebende Spiele-Rezensent war viele Jahre Mitorganisator des Spieleautoren-Treffens gewesen und hat sich unter anderem auch um die Förderung und Vernetzung von Spieleautoren verdient gemacht. Dotiert ist der „Göttinger Spatz“ mit 1000 Euro.

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