Verleihung im Oktober

Autorinnen-Duo gewinnt Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreis

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Schriftstellerin Dea Loher

Der von den Partnerstädten Torun in Polen und Göttingen gemeinsam gestiftete Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreis geht in diesem Jahr an die polnische Schriftstellerin und Dramatikerin Dorota Maslowska und die deutsche Dramatikerin und Schriftstellerin Dea Loher.

Die einzige deutsch-polnische Literaturauszeichnung ist mit jeweils 5000 Euro dotiert und soll am 18. Oktober in Göttingen an die Preisträgerinnen überreicht werden, teilte die Stadt Göttingen am Sonnabend mit.

Dorota Maslowska wurde 1983 in Weiherowo (Polen) geboren. Sie studierte Psychologie und Kulturwissenschaften. Ihr Debütroman „Schneeweiß und Russenrot“ erschien 2002 und wurde in rund ein Dutzend Sprachen übersetzt. Das Buch sei ein literarisches Porträt der Subkultur in einer modernen polnischen Stadt, hieß es.

Dramatikerin Dorota Maslowska

2005 erhielt Maslowska dafür den Deutschen Jugendliteraturpreis. Für den Roman „Die Reiherkönigin“ bekam sie 2006 die bedeutendste literarische Auszeichnung Polens, den Nike-Literaturpreis. 2019 erschien Maslowskas bislang letzter Roman „Andere Leute“.

Dea Loher, geboren 1964 in Traunstein (Oberbayern), ist der Preisjury zufolge eine der wichtigsten Gegenwartsdramatikerinnen deutscher Sprache. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Szenisches Schreiben, unter anderem bei Heiner Müller. 2005 feierte sie ihr Debüt als Prosaautorin mit dem Erzählband „Hundskopf“.

Im Jahr 2012 folgte ihr Debütroman „Bugatti taucht auf“, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Neben diversen Einzelauszeichnungen erhielt Loher 2005 für ihr Gesamtwerk den Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis, 2006 den Bertolt-Brecht-Literaturpreis, 2009 den Berliner Literaturpreis und 2017 den Joseph-Breitbach-Preis.

Der Linde-Preis wird in diesem Jahr zum 25. Mal vergeben. Die Ehrung ist nach dem polnischen Sprachforscher Samuel Bogumil Linde (1771-1847) benannt. Bisherige Preisträger waren unter anderem Günter Grass, Siegfried Lenz (1998), Ryszard Kapuscinski, Christa Wolf und Marcel Reich-Ranicki. Im vergangenen Jahr wurden Christoph Hein und Szczepan Twardoch mit dem Preis ausgezeichnet.. (epd/bsc)

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