12-Jährige wandte sich sofort an den Bademeister

Badeparadies Eiswiese: Mann soll Mädchen unsittlich berührt haben

Göttingen. Ein Asylbewerber aus Syrien soll am Samstag gegen 21.05 Uhr in Göttingen ein 12-jähriges Mädchen unsittlich am Po berührt haben.

Es geht um einen Vorfall in einem der Becken des Badeparadieses Eiswiese.

Das Mädchen hielt sich mit seinen zwei 13-jährigen Freundinnen in dem Bad auf. Die drei Kinder wandten sich sofort an den Bademeister, der daraufhin den 29-Jährigen und seine 20 und 24 Jahre alten Begleiter zur Rede stellte.

Die alarmierten Beamten nahmen den Mann mit zur Polizeidienststelle. Die beiden anderen Männer wurden nach Feststellung der Personalien noch vor Ort entlassen.

Aktualisiert um 15.10Uhr

Auf Vorhalt bestritt der 29-Jährige gegenüber den Ermittlern, das Kind unsittlich berührt zu haben. Er wurdenach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ebenfalls entlassen.

Was sich genau in dem Schwimmbad abgespielt hat, ist laut Polizei zurzeit noch unklar. Das erste Fachkommissariat der Polizeiinspektion Göttingen hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH, die das Badeparadies betreibt, wird die Videoaufnahmen aus dem Bereich des Kommunikationsbeckens, in dem der Vorfall passiert sein soll, auswerten. „Wenn wir darauf etwas sehen, werden wir die Aufnahmen an die Polizei geben“, kündigte Geschäftsführer Alexander Frey an.

Thema Überwachung

Nach seinen Angaben gibt es eine Kameraüberwachung nur in einigen Bereichen der Eiswiese. Dies gelte auch für die Göttinger Freibäder. Dort sind vor allem in den Kassenbereichen Kameras installiert. Eine generelle Videoüberwachung hält Frey insbesondere bei den Freibädern für schwierig, da sich viele Besucher in ihrer Intimsphäre gestört fühlen könnten. Hintergrund: Viele ziehen sich außerhalb der Umkleidekabinen um.

Allerdings könne man über eine Überwachung der Schwimmbecken nachdenken. Frey kündigte an, dass die GöSF den aktuellen Fall auswerten und daraus mit der Polizei entsprechende Schlüsse ziehen werde. Dazu müsse man aber erst die Untersuchungen abwarten.

Broschüre in arabischer Sprache und begleitete Besuche

Für Flüchtlinge hat die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GöSF) eine kleine Broschüre in arabischer Sprache zur Benutzung der Bäder in der Uni-Stadt entwickelt, die unter den Asylbewerbern verteilt wird. Außerdem setzt die GöSF auf begleitete Besuche von Flüchtlingen in den Bädern der Uni-Stadt. Dabei wird den Flüchtlingen das richtige Verhalten näher gebracht. Die Mitarbeiter der Bäder bekommen dabei von Dolmetschern und Betreuern der Flüchtlingsheime Unterstützung. Mit diesem Vorgehen habe man gute Erfahrungen gemacht, berichtet GöSF-Chef Alexander Frey. Und stellt klar: „Wir haben hier keinen Schwerpunkt bei Übergriffen."

Link zum Thema:

 - Website der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH

Rubriklistenbild: © Kopietz

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