Göttingen: Spendenzentrum sammelt mit Näh-Aktion

Bärbel Drese näht die zehntausendste Mund-Nasen-Bedeckung der Näh-Aktion in Göttingen

Die zehntausendste Mund-Nase-Bedeckung der Näh-Aktion wird von Bärbel Drese und Petra Broistedt gehalten: (von links) Organisatorin Dagmar Nagel, Näherin Uta Böhrnsen, Organisatorin Kathi Karstedt, Näherin Lisa Werner, die Näherin der zehntausendsten Maske Bärbel Drese, Harald Biermann vom Göttinger Spendenzentrum und die Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt.
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Die zehntausendste Mund-Nase-Bedeckung der Näh-Aktion wird von Bärbel Drese und Petra Broistedt gehalten: (von links) Organisatorin Dagmar Nagel, Näherin Uta Böhrnsen, Organisatorin Kathi Karstedt, Näherin Lisa Werner, die Näherin der zehntausendsten Maske Bärbel Drese, Harald Biermann vom Göttinger Spendenzentrum und die Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt.

Unter den etwa 700 Mund-Nase-Bedeckungen, die Bärbel Drese für die Näh-Aktion genäht hat, ist eine Besondere: die Zentausendste. „Ich durfte nicht arbeiten und wollte etwas Sinnvolles tun“, sagt sie.

Göttingen – Dafür dankten ihr die Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt, Harald Biermann vom Göttinger Spendenzentrum und die Leiterin des Stadteilbüros Leineberg Hanna Köhn vor dem Stadtteilbüro. Doch Drese war nicht die einzige Näherin, die an diesem Tag für ihr Engagement gewürdigt wurde.

Auch Uta Böhrnsen und Lisa Werner wurden geehrt. Böhrnsen für etwa 1200 Masken und Werner für mehr als 1000. „Ich wollte auf eine konstruktive Art mit der Krise umgehen“, sagt Werner. „Ich fand die Aktion schön und durfte nicht arbeiten – also habe ich die Zeit genutzt“, sagt Böhrnsen.

„Ende Februar, Anfang März hatten wir zu wenig Masken, daher haben wir die Aktion gestartet“, sagt Broistedt. Die beiden Organisatorinnen Kathi Karstedt und Dagmar Nagel waren schnell dabei. Auch sie haben Masken genäht. Die Näherinnen tauschten sich aus und gaben sich Tipps. Dabei sind Freundschaften entstanden. „Wir fahren mittlerweile sogar zusammen weg, obwohl wir uns vorher nicht kannten“, sagt Karstedt über Nagel.

Für einige der etwa 200 Frauen war die Aktion das erste Mal, dass sie zu Nadel und Faden griffen. „Eine junge Studentin hat dadurch erst angefangen. Sie näht die Masken per Hand“, sagt Karstedt. Vor allem am Anfang dauere das lang. „Für meine erste habe ich etwa 1,5 Stunden gebraucht“, sagt Drese: „Mittlerweile schaffe ich 25 Masken in vier Stunden.“

Das Material und die Anleitungen dazu hat die Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. „Doch wir suchen noch Material“, sagt Nagel: „Vor allem bunte und Baumwoll-Stoffe.“ Wer etwas Spenden möchte, kann dies im Göttinger Spendenzentrum abgeben.

Die Masken werden über die Stadtteilzentren verteilt, zum Beispiel an Hebammen, Flüchtlingswohnheime und Obdachloseneinrichtungen. Daher wurde bewusst ein Stadteilzentrum für die Ehrung ausgesucht. Und die Aktion ist noch nicht beendet, denn: „Wir müssen und darauf einstellen, dass wir noch Monate oder Jahre mit dem Virus leben müssen“, sagt Broistedt: „Daher sind weitere Masken wichtig.“ (Fabian Becker)

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