Abriss des alten Gebäudes

Bagger nagen an Haus 3: Umbau des Weender Krankenhauses hat begonnen

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Einblicke in den Körper von „Haus 3“: Bagger reißen den Altbau des Weender Krankenhauses ab.

Vor der Erweiterung und Modernisierung steht der Abriss: Vor wenigen Tagen haben die Baggerschaufeln damit begonnen, das Haus 3 auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende „An der Lutter 24“, abzubrechen.

An der Stelle wird bis 2021 ein Neubau entstehen, in den auch die Abteilung Pneumologie aus Lenglern einziehen soll. Allein dieser Bauabschnitt, der zum Masterplan gehört, wird etwa 26 Millionen Euro kosten, die vom Land kommen.

Dabei werden auch 100 Patientenbetten entstehen, die Patientenaufnahme wird vergrößert und die Radiologie erweitert – samt MRT-Gerät direkt im Haus. 26,6 Millionen Euro dafür kommen vom Land.

Laut Gesamtkonzept der Kölner Astoc wird die Klinikfläche von etwa 40 000 auf 97 000 Quadratmeter wachsen – dabei werden Baulücken geschlossen und neue, miteinander verbundene Zeilenbauten entstehen. Gebaut wird bei laufendem Betrieb, also auch schrittweise. Am Standort Lenglern soll künftig in dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) verstärkt ambulante Patienten behandelt werden.

Masterplan für das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende: So soll das Klinikgelände „An der Lutter“ nach fertigem Um- und Ausbau einmal aussehen.

Gebaut wurde das Haus 3 im Jahr 1937 als Teil der Artillerie-Kaserne Weende. Architekt war Friedrich Pfaehler vom Heeresbauamt Göttingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Unterkunft britischen Truppen als Kaserne. Nachdem diese 1950 abgezogen waren, wurden die Bauten als Krankenhaus genutzt. Das evangelische Krankenhaus Weende entstand 1947 in Kooperation mit dem Lager Friedland.

In den 50er Jahren übernahm die evangelische Schwesternschaft des Diakonissen-Mutterhauses Ariel die Krankenpflege. In Haus 3 waren neben dem Mutterhaus unter anderem Arztzimmer, die Verwaltung des Krankenhauses, die Klinikseelsorge, die Medizintechnik und die Krankenpflegeschule beheimatet.

In der Trägerschaft des Diakonissenmutterhauses Ariel e. V. entstand auch das Hospiz an der Lutter, das seit 1992 im Erdgeschoss von Haus 3 sein Domizil hatte. Während 1992 zunächst das ambulante Hospiz einzog, folgte 1997 das stationäre Hospiz mit seinem schönen Garten. Nachdem mit Elisabeth Hoyer 2016 die letzte noch lebende Diakonisse verstarb und sowohl die Krankenpflegeschule 2016 als auch das Hospiz 2017/2018 an den Standort Neu-Mariahilf des Krankenhauses Göttingen-Weende umgezogen sind, ist nun die Zeit für den Abriss gekommen, um Raum für Neues und Modernes zu schaffen.

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