Oft spielt Alkohol eine wichtige Rolle

Pro Bahn fordert Konzept gegen Gewalt

Der Fahrgastverband Pro Bahn nach einem Vorfall ein Konzept gegen Auseinandersetzungen.
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Gewalt im Stadtbusverkehr: Der Fahrgastverband Pro Bahn nach einem Vorfall ein Konzept gegen Auseinandersetzungen.

Göttingen. Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert ein Konzept gegen Gewalt im Stadtbusverkehr in Göttingen. Aktueller Anlass: Ein offenbar alkoholisierter Mann hat einen Busfahrer am Arm verletzt. Das Opfer musste im Krankenhaus behandelt werden.

Grund für Angriff war möglicherweise: Der Busfahrer hatte den Mann nach einer gültigen Fahrkarte gefragt. Der Fahrgastverband Pro Bahn widerspricht entschieden dem Eindruck, der gewalttätige Angriff des alkoholisierten Schlägers auf den Busfahrer sei nur ein Einzelfall, dem wenig Beachtung geschenkt werden müsse. „Tatsächlich weiß jeder Zeitungsleser aus dem Polizeibericht, dass es immer wieder zu derartigen Taten kommt“, sagt Pro Bahn-Regionalvorsitzender Gerd Aschoff. Nicht nur die Busfahrer, sonder auch die Fahrgäste laufen laut Aschoff Gefahr, Opfer von Attacken zu werden.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende war selbst schon einmal Zeuge, wie ein Schläger eine Busscheibe zertrümmerte. „Die Göttinger Verkehrsbetriebe und die Stadt Göttingen als Aufgabenträger müssen sich der Sicherheit im öffentlichen Verkehr aktiv annehmen und ein Konzept erstellen, wie der Gewalt begegnet werden kann.“ Eine Chance dafür besteht laut Aschoff im Nahverkehrsplan, der im Juni verabschiedet werden soll. Die Politik habe es selbst in der Hand, gegen Gewalt einzutreten.

Pro Bahn selbst habe aus der generellen Entwicklung auf Bundesebene bereits Konsequenzen gezogen und startet nach Angaben von Aschoff zusammen mit dem Fond für soziale Sicherung und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG ein auf drei Jahre angelegtes Projekt zur Sicherheit im öffentlichen Verkehr.

Alkohol spielt bei Auseinandersetzungen immer wieder eine wichtige Rolle. Außerdem sind die Fahrzeuge nach Alkoholkonsum oft verdreckt. Deshalb verbieten die Verkehrsverbünde in Hamburg, München und Stuttgart sowie der Metronom den Alkoholkonsum. Bei der Eisenbahngesellschaft, die auch in Südniedersachsen unterwegs ist, werden Verstöße konsequent verfolgt. Wer trinkt, muss mit einer Geldstrafe rechnen und kann auch des Zuges verwiesen werden. (bsc)

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