Kritik am Bahnverkehr

Pro Bahn: Licht und Schatten im neuen Fahrplan

Bei den Fahrgästen beliebt: Der Metronom fährt von Göttingen über Hannover nach Uelzen. Foto: bsc

Göttingen. Südniedersachsen ist beim Bahnverkehr im Vergleich zu anderen Landesteilen weiter benachteiligt: Diese Kritik kommt vom Fahrgastverband Pro Bahn.

Anlass ist der Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag, 14. Dezember. Der Fahrgastverband hat den Jahresfahrplan genau unter die Lupe genommen und kommt zum Urteil: „Neben Licht gibt es leider auch wieder Schatten.“

Es gibt kleine Verbesserungen: Dazu gehört beispielsweise die Verbindung in den Südharz: So fährt der letzte Zug von Göttingen über Northeim nach Herzberg zukünftig um 21.49 Uhr statt bislang um 20.51 Uhr.

Beim Metronom, der zwischen Göttingen und Hannover fährt, bei der Nordwestbahn, die von Göttingen und Kreiensen Richtung Nordrhein-Westfalen unterwegs ist, sowie beim Cantus, der zwischen Göttingen und Nordhessen pendelt, bleibt das derzeitige Angebot nahezu unverändert. Aber: Gerade spät am Abend ist das Cantus-Angebot weiterhin stark eingeschränkt.

Kritik kommt von Pro Bahn an der Tatsache, dass es wieder nicht gelungen sei, den wichtigen Anschluss aus dem Südharz zum frühen ICE nach Frankfurt abzusichern. Die Regionalbahn kommt um 7.12 Uhr planmäßig in Göttingen an, wird dabei aber oft von Güterzügen in Northeim ausgebremst, so Pro Bahn. Der ICE Richtung Frankfurt startet aber bereits um 7.17 Uhr in Göttingen. Da kann das Umsteigen in der Uni-Stadt zum Glücksspiel werden. Und: Wer den Zug um 7.17 Uhr verpasst, kann erst eine Stunde später Richtung Main starten.

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), die die Zugleistungen auf der Schiene bestellt, macht hingegen deutlich: „Wir bestellen zusätzliche Fahrten insbesondere dort, wo wir eine wachsende Nachfrage feststellen und mehr Menschen zum Bahnfahren motivieren können“, sagt LNVG-Chef Hans-Joachim Menn. (bsc)

Hintergrund: Einheitliche Liniennummern 

Die Nahverkehrs-Schienenverbindungen in Niedersachsen und Hessen haben zur leichteren Orientierung Liniennummern. Mit den Kürzeln RB und R werden Regional-Linien bezeichnet. Das Kürzel RE bekommen Express-Linien.

• R 1: Göttingen-Kassel

• RE 1: Göttingen-Leinefelde-Erfurt- Zwickau/Glauchau

• RE 2: Göttingen-Hannover-Uelzen

• RE 2/9: Kassel-Erfurt/Halle

• R 7: Göttingen-Fulda

• RB 80: Göttingen-Northeim-Nordhausen

• RB 81: Bodenfelde-Northeim-Nordhausen

• RB 82: Göttingen-Kreiensen-Bad Harzburg

• RB 84: Kreiensen-Holzminden-Ottbergen-Paderborn

• RB 85: Göttingen-Bodenfelde-Ottbergen (bsc)

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