Pro Bahn-Sprecher Gerd Aschoff zum Streik: Schwierige Situation

Gerd Aschoff: Der Pressesprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn im Bahnhof Göttingen mit einer Anzeige zum aktuellen Streik. Foto: bsc

Göttingen. Bis einschließlich kommenden Sonntag bestreikt die Lokführergewerkschaft GDL die Deutsche Bahn. Wir sprachen dazu mit Gerd Aschoff aus Göttingen, dem Pressesprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn.

Wie bewerten Sie den aktuellen Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer? 

Gerd Aschoff: Wir sind jetzt vier Tage in einer sehr schwierigen Situation. Wir können nicht mit der Zuverlässigkeit der Bahn rechnen, mit der wir eigentlich kalkulieren. Es ist jetzt der sechste Streik der GDL.

Was raten Sie den Fahrgästen in der aktuellen Situation? 

Lesen Sie dazu auch:

- Bahnstreik: Das müssen Fahrgäste wissen

- Streiktag am Bahnhof Göttingen: Die Frau mit der Mütze hilft

Aschoff: Sich vorher gut informieren. Die meisten Fahrgäste tun dies. Viele Reisende sind clever: Sie bilden Fahrgemeinschaften, nutzen die Züge des Ersatzfahrplans oder fahren mit den Privatbahnen, die nicht bestreikt werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, dem wird nichts anderes übrigen bleiben als umzudisponieren und an den vier Streiktagen nicht Bahn zu fahren.

Wird es bald eine Einigung zwischen Bahn und GDL geben? 

Aschoff: Wir hoffen das sehr. Letztlich kann es nur einen Ausweg geben, indem mit Hilfe von Vermittlern am Verhandlungstisch nach einer Lösung gesucht wird, damit die Streiks ein Ende haben. (bsc)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.