Bannmeile für Kauder und Co. um den Wilhelmsplatz

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Ankunft der Karossen und Bundespolitker: Die Spitzen der Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU am Wilhelmsplatz in Göttingen mit den Geschäftsführern Volker Kauder (CDU) – Mitte, mit roter Krawatte - und Thomas Oppermann, rechts daneben mit schwarzer Krawatte.

Göttingen. Anwohner und Geschäftsleute staunten nicht schlecht, als sie am Donnerstag von Absperrgittern gestoppt wurden: Rund um den Wilhelmsplatz ist eine Bannmeile entstanden.

Grund ist das Klausurtreffen der Parteivorstände der Berliner Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU.

Dafür, dass die Tagung in seiner Heimatstadt Göttingen stattfindet, hatte sich der Fraktionschef der SPD, Thomas Oppermann, stark gemacht. Ursprünglich waren zwei Tage für das Treffen angesetzt. Das ist aber aufgrund der morgigen Trauerfeier für die Opfer des Absturzes der German-Wings-Maschine nicht möglich, wie Michael Grosse-Brömer, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Bundestagsfraktion vor der Uni-Aula sagte.

VW-Chef Winterkorn hat abgesagt

Nicht dabei sein wird allerdings ein Mann, der momentan im Fokus der Öffentlichkeit steht: VW-Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn. Er war als Gesprächspartner geladen. „Man muss aber verstehen, dass er nicht dabei ist, da eine Vorstandssitzung in seinem Unternehmen ansteht“, sagte Grosse-Brömer.

Weiterer prominenter Gast der Sitzung in der Uni-Aula ist der Göttinger Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie. Er wird über die Zusammenhänge von Spitzenforschung, universitärer Lehre und wirtschaftlichen Kooperationen berichten. Ein weiteres Thema wird die Palliativversorgung und -medizin sein. Doch nicht nur harte Themen stehen auf dem Programm der Klausurtagung: Es ginge auch darum das persönliche Miteinander in Gesprächen nach dem Ende der offiziellen Tagesordnung zu pflegen.

Verärgert waren übrigens am Donnerstag einige Anlieger und Geschäftsleute rund um den Wilhelmsplatz, weil sie erst am Morgen über die Sperrung, also die Bannmeile, informiert worden waren, wie der Betreiber eines Bioladens in der Burgstraße sagte.

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