13 wollen das Filet-Stück

Baptisten-Kirche und Voigt-Schule: Bauausschuss sichtete Konzepte

Um diese Gebäude an der Bürgerstraße geht es: Die Stadt will die frühere Baptistenkirche (links) und die Voigt-Schule verkaufen. Es gibt über ein Dutzend Bewerber. Foto: Kopietz
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Um diese Gebäude an der Bürgerstraße geht es: Die Stadt will die frühere Baptistenkirche (links) und die Voigt-Schule verkaufen. Es gibt über ein Dutzend Bewerber.

Göttingen. Vom Kulturzentrum bis zum exklusiven Wohnen: Ganz unterschiedliche Ideen haben die Bewerber für die künftige Nutzung der ehemaligen Baptistenkirche und der Voigt-Schule an der Bürgerstraße in Göttingen. Im Bauausschuss wurden die anonymisierten Vorschläge für das Filet-Stück am Rand der Innenstadt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zehn Bewerber wollen beide Gebäude nutzen, zwei haben nur Angebote für Baptistenkirche abgegeben, ein Angebot bezieht sich nur auf das früheren Schulgebäude. Im öffentlichen Teil wurden lediglich die Bewertungen der Verwaltungen für das Nutzungskonzept der Gebäude sowie das Freiflächen-Nutzungskonzept präsentiert. Im nichtöffentlichen Teil erhielten die Ratsmitglieder detaillierte Informationen über die Kaufpreisangebote. Außerdem können die Abgeordneten in die eingereichten Unterlagen der Bieter einzihehen.

Nach den öffentlich zugänglichen Vorlagen bewertet die Verwaltung das Konzept „ArtCenter Göttingen“ derzeit am besten. Nach dem Vorbild einer westfälischen Großstadt sollen verschiedene gewerbliche sowie nicht-kommerzielle Einrichtungen die beiden Gebäude nutzen. In der Kirche sollen Veranstaltungen sowie Gastronomie möglich sein. Das „ArtCenter“ in der früheren Schule sieht unter anderem Büros, Praxen, Ateliers für „Freie Berufe im kreativen Bereich“ vor. Die Aula ist für Veranstaltungen vorgesehen.

Fast genauso gut bewertet die Verwaltung einen Vorschlag, bei dem die Kirche als Veranstaltungsraum für eine Rockmusikstiftung beziehungsweise auf Mietbasis auch für eine Kino-Initiative genutzt wird. In der früheren Schule sieht dieses Konzept ein Büro, eine Gemeinschaftspraxis und einen privaten Kindergarten vor. Außerdem sollen zehn Wohnungen entstehen.

Ebenfalls gut schnitt ein Vorschlag ab, bei dem aus dem Kirchensaal ein kultureller Begegnungsort wird. Der hintere Anbau soll nach diesem Vorschlag abgerissen und durch einen Wohnungs-Neubau ersetzt werden. Für die ehemalige Schule sieht dieser Vorschlag Büros, Praxen sowie acht Wohnungen vor. Außerdem ist der Bau eines Fahrstuhles an der Ostseite vorgesehen. Damit würde das gesamte Gebäude barrierefrei werden.

Ein viertes Angebot sieht für die frühere Baptistenkirche die Nutzung für Kinovorführungen, für Gastronomie sowie für Veranstaltungen vor. Für die frühere Schule stellt sich dieser Bewerber Übungs-, Trainings- und Werkräume, Büros und Ateliers sowie ein Hostel beziehungsweise „Guesthouse“ vor. (bsc)

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