Basketball-Zentrum: Suche nach Blindgänger läuft

Das Gelände der ehemalige Godehardhalle (Pfeil): Dort wird derzeit nach einem Bomben-Blindgänger gesucht. Auf dem Gelände soll ein Basketball-Zentrum entstehen. Foto: bf

Göttingen. Steckt unter der abgerissenen Godehardhalle, auf deren Gelände ein Basketball-Zentrum entstehen soll, ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg? Jedenfalls wird danach intensiv gesucht.

Das bestätigte die Stadt Göttingen auf Anfrage. Nach HNA-Informationen wurde dort ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Ob es sich dabei um eine Bombe handelt, steht bislang noch nicht fest. Unbestätigten Informationen zufolge liegt aber der Verdacht nahe, dass es sich um einen Bomben-Blindgänger handeln könnte. Endgültige Klarheit kann aber erst herrschen, wenn die alte Bodenplatte der früheren Godehardhalle abgetragen ist. Die Halle wurde im August 2013 abgerissen.

Aktualisiert um 17.00 Uhr

Im Bereich der heutigen S-Arena, also ganz in der Nähe, explodierte bei der Entschärfung im Juni 2010 ein Blindgänger. Bei dem Unglück kamen drei Personen ums Leben. Auf dem Gelände der ehemaligen Godehardhalle soll demnächst ein Basketball-Zentrum entstehen, das den Sport in der Uni-Stadt voranbringen soll.

Stadt-Pressesprecher Detlef Johannson bestätigte auf HNA-Anfrage, dass auf dem Gelände der ehemaligen Godehardhalle nach Blindgängern gesucht wird. So gab es dort bereits Bohrungen. Der provisorische Parkplatz ist bereits gesperrt.

Grundsätzlich werde in den Korridoren rund um den Bahnhof sowie entlang der Bahnstrecke nach Blindgängern gesucht. Dort fielen kurz vor Kriegsende Bomben auf die Stadt. Bei einem Ortstermin wurde festgelegt, dass die Betonplatte weg muss, um Klarheit zu schaffen, ob es sich um einen Blindgänger handelt. Auch der Kampfmittelräumdienst war bei dem Termin vor Ort.

Die Göttinger Sport- und Freizeit GmbH bestätigt unterdessen ebenfalls, dass der Baugrund derzeit untersucht werde. Dabei werde die Fläche der künftigen Baustelle auch auf Kampfmittel überprüft, hieß es am Donnerstag.

„Wie jede Baustelle wird auch diese abgesperrt. Die Bodenplatte stellte sich als störend für die weitere Untersuchung heraus.“ Deshalb müsse sie abgebrochen werden, heißt es in einer Mitteilung. Bislang verzögern sich die Bauarbeiten dadurch nicht. (bsc/bf)

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