Bauarbeiten vor Abschluss

Zwischen Kassel und Hannover: ICE-Züge ab Montag wieder auf Neubaustrecke

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Stopfmaschine: Mit dieser Technik wurde das Gleisbett der Neubaustrecke verdichtet. 

Göttingen/Kassel. Endspurt bei der Sanierung des Oberbaus der Neubaustrecke zwischen Kassel, Göttingen und Hannover.

Der normale ICE-Verkehr läuft laut Bahn am Montag, 9. Mai, in den Morgenstunden wieder an – dazu Fragen und Antworten.

Kann die Bahn den Termin halten und am Montag den ICE-Verkehr auf der Neubaustrecke wieder aufnehmen?

Ja, die gesamte Baumaßnahme liegt im Plan. Die Bahn plant die pünktliche Freigabe der Strecke für Montag, 9. Mai, um 5 Uhr.

Wie sieht es bis dahin mit Verspätungen aus?

Um während der Sperrung seit dem 23. April möglichst viele Reisemöglichkeiten anbieten zu können, hatte die Bahn einen Baufahrplan mit den entsprechenden Fahrzeitverlängerungen erarbeitet. Dieser wurde bereits vorab in die elektronischen Medien eingearbeitet. Außerdem gab es Aushänge und Infos an vielen Bahnhöfen.

Welche Arbeiten wurden auf der Neubaustrecke ausgeführt?

Die Reinigung des kompletten Schotterbettes sowie die Schienenschweißarbeiten wurden zunächst abgeschlossen. Vor Himmelfahrt waren dann die sogenannten Stopfarbeiten, mit denen das Gleisbett wieder verdichtet wird, beendet worden. Alle großen Gleisbaufahrzeuge hatten die Strecke am Donnerstag verlassen.

Welche Arbeiten bleiben jetzt noch?

Laut Bahn erfolgen bis zur Freigabe noch letzte Arbeiten an der Sicherungs- und Leittechnik. So müssen Schienenkontakte für die Signale und die Stellwerkstechnik eingebaut werden. Abschließend erfolgen dann Messfahrten, um zu überprüfen, ob die wichtige Strecke für die schnellen ICE-Züge wieder fit ist.

Wie viel Material wurde benötigt?

Es wurden insgesamt 130 000 Tonnen Schotter getauscht. Das entspricht dem Gewicht von mehr als 1500 Metronom-Lokomotiven. Die Anlieferung und Abfuhr erfolgte weitestgehend über die Schiene. Zusätzlich wurden laut Bahn auch Lastwagen eingesetzt.

Wie sieht es mit Entschädigungen für die betroffenen Bahnkunden aus?

Zusätzlich zu den gesetzlichen Fahrgastrechten bietet die Deutsche Bahn betroffenen Kunden während der Streckensperrung folgende Kulanzregelungen an: Kunden mit einer ICE- oder IC-Zeitkarte im Abo werden aktiv von der DB angesprochen und erhalten eine Teilerstattung. Kunden mit einer BahnCard 100 werden gebeten, sich für die Kulanzregelung beim BahnCard-Service zu melden. Zeitkarteninhaber mit IC-Berechtigung können zudem ohne Aufpreis die ICE-Züge nutzen. Bereits erworbene Flex- und Sparpreistickets sowie Reservierungen werden kostenlos erstattet. Für die bisher gekauften Sparpreistickets wird die Zugbindung aufgehoben.

Wie schnell muss man die Ansprüche geltend machen?

Die Ansprüche können bis zu einem Jahr nach der Fahrt geltend gemacht werden.

Lesen Sie dazu auch:

- ICE-Streckensperrung: Testfahrt von Kassel nach Hamburg

- Streckensperrung Kassel-Hannover: Keine größeren Verspätungen

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