Spatenstich für die Zukunft

Bauarbeiten für neues Göttinger BioWärmeZentrum haben begonnen

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Spatenstich für das BioWärmeZentrum der Stadtwerke Göttingen an der Hildebrandstraße Ecke Maschmühlenweg: (von links) Frank Wiegelmann (kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke), Jochen Ritter (Projektleiter BWZ Stadtwerke), OB Rolf-Georg Köhler, Dr. Gerd Rappenecker (Technischer Vorstand Stadtwerke), Frank Scheuch (Geschäftsführer Boson Energy).

Göttingen. Nun kann der Bau so richtig beginnen: Vertreter von Stadtwerken, Kommunalpolitik und beteiligten Unternehmen haben sich am Dienstag zu einem symbolischen Spatenstich für das neue Göttinger BioWärmeZentrum an der Hildebrandstraße Ecke Maschmühlenweg getroffen.

„Das ist ein wichtiger Baustein in unserer Fernwärme-Strategie“, betonte Dr. Gerd Rappenecker, Technischer Vorstand der Stadtwerke Göttingen AG. Mit dem BioWärmeZentrum soll der Anteil erneuerbarer Energien in der Fernwärme auf etwa Zweidrittel erhöht werden. Laut Rappenecker werden die Kohlendioxid-Emissionen damit halbiert.

Das Projekt ist in der Öffentlichkeit durchaus umstritten, unter anderem gibt es Bedenken wegen des Feinstaubs. Auch der Plan, dort Biomasse zu vergasen, sorgte im Vorfeld für Diskussionsstoff. Vor dem Hintergrund dieser kritischen Auseinandersetzung betonte Rappenecker: „Wir haben entschieden, dort nur A I-Holz (Anmerkung: naturbelassenes Altholz, das lediglich mechanisch behandelt wurde) einzusetzen, obwohl die Genehmigung mehr hergibt.“ Zudem werde das Projekt transparent begleitet, etwa durch regelmäßige Luft-Messungen.

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler erklärte in seiner Ansprache, er halte diese Messungen für „dringend notwendig“. An die Adresse der Kritiker stellte er aber klar: „Ich bitte darum, nicht Ängste zu produzieren, die sich widerlegen lassen.“

Nach der Fertigstellung des Gebäudes soll das neue BioWärmeZentrum der Stadtwerke Göttingen dann im April 2019 ans Netz gehen. Es gilt für die Stadt dann auch als eine Rahmenbedingung, um Investoren anzulocken, etwa für Areale wie das Sartorius Quartier, die Grüne Mitte Ebertal oder das Gothaer Quartier.

Online gibt es eine Petition gegen das BioWärmeZentrum.

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