„Ein Leuchtturm im Land“

Bauminister Olaf Lies (SPD) schaut sich Quartiersarbeit des SC Hainberg an

Der SC Hainberg-Vorsitzende Jörg Lohse (Zweiter von rechts) und Quartiersmanager Lars Willmann (rechts) berichteten Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta und Niedersachsens Bauminister Olaf Lies von der Quartiersarbeit, die unter anderem auch in der vereinseigenen Funsporthalle stattfindet.
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Der SC Hainberg-Vorsitzende Jörg Lohse (Zweiter von rechts) und Quartiersmanager Lars Willmann (rechts) berichteten Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta und Niedersachsens Bauminister Olaf Lies von der Quartiersarbeit, die unter anderem auch in der vereinseigenen Funsporthalle stattfindet.

Der Sport Club Hainberg ist der erste Sportverein in Niedersachsen, der Quartiersarbeit in öffentlich geförderter Form betreibt. Deshalb schaute jetzt Bauminister Olaf Lies (SPD) beim SCH auf den Zietenterrassen vorbei.

Göttingen – Der Minister wollte sich einen Eindruck von der umfangreichen Integrations- und Quartiersarbeit der Hainberger machen. „Es ist großartig zu sehen, wie Quartiersarbeit hier beim SC Hainberg gelebt wird“, betonte Lies, der auf Einladung von Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta (ebenfalls SPD) in deren Heimatstadt nach Göttingen gekommen war.

Zunächst ließen sich beide vom SCH-Vorsitzenden Jörg Lohse das Vereinsgelände zeigen, wo derzeit unmittelbar am Kunstrasen-Trainingsplatz ein hölzerner Neubau zur Unterbringung von Sportgeräten und Bälle entsteht. Dadurch soll im Vereinshaus zusätzlicher Platz geschaffen werden.

Dort, wo sich der Verein ohnehin schon im großen Multifunktionsraum, im Quartierstreff „Raum für Menschen“ (der ehemaligen Vereinskneipe) und in der Funsporthalle seit Jahren für Integration durch Sport engagiert, sollen künftig vor allem Jugendliche noch mehr Raum für gemeinsame Aktivitäten bekommen.

Sport Club Hainberg: Verein baut seit 2020 eine neue Anlaufstelle für Gemeinwesenarbeit auf

Finanziell gefördert durch das Landesprogramm „Gute Nachbarschaft“ baut der Verein seit 2020 unter Leitung von Lars Willmann auf den Zietenterrrassen eine neue Anlaufstelle für die Gemeinwesenarbeit auf. Willmann machte klar, dass Quartiersarbeit mehr als Sport ist.

„Wir unterstützen das Ehrenamt beim ‚Runden Tisch Zietenterrassen‘, organisieren Nachbarschaftsfeste, Koch- und Tanzabende sowie vereinsunabhängige Sportangebote und Fortbildungen für Ehrenamtliche bei uns im Quartier,“ so der Willmann, der übrigens auch Co-Trainer der ersten Mannschaft ist, die in der Landesliga kickt.

Es ist das erste Mal, dass mit dem SC Hainberg auch ein Sportverein in der Gruppe der Träger der Nachbarschafts-, Stadtteil- und Quartierszentren in Göttingen dabei ist und dort seine Erfahrungen mit einbringt. „Der SC Hainberg ist der erste Verein überhaupt in Niedersachsen, der auf diese Art Quartiersarbeit leistet und damit bei diesem Thema ein echter Leuchtturm“, lobte Olaf Lies.

Göttinger Oberbürgermeisterin Broistedt bedankte sich für die Unterstützung durch das Land

„Das große Engagement des SC in der Flüchtlingsarbeit wird hier fortgeführt“, zeigte sich auch Andretta begeistert. „Integration braucht einfach Orte. Und hier ist der perfekte Ort dafür geschaffen worden“, sagte sie.

„Wir haben aktuell sieben Quartiers- und Stadtteilzentren in Göttingen“, berichtete Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und lobte deren gute Zusammenarbeit. „Jedes Zentrum ist anders aufgestellt, sodass alle von den jeweiligen Stärken der anderen profitieren.“ Broistedt dankte Lies für die finanzielle Unterstützung durch das Land, wünschte sich aber eine dauerhafte Förderung für die Quartiersarbeit.

„Diesen Wunsch nehme ich mit nach Hannover, da ich das als Daseinsvorsorge für äußerst sinnvoll halte“, versprach Lies. „Genauso werde ich mich dafür einsetzen, viel stärker die Vernetzung von Quartiersarbeit und Sportvereinen zu fördern.“ Er will schon bald Gespräche mit dem Landessportbund führen. (Per Schröter)

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