Baumpflanzaktion mit Flüchtlingen: Symbol für neue Heimat

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Spatenstich für eine grüne Zukunft: (von links) Tassew Shimeles, Katja Langenbach und Mohamad Alatras aus Syrien pflanzten Obstbäume vor dem Zietenterrassen-Flüchtlingsheim.

Göttingen. Mit Baumpflanzaktionen wollen der Verein Internationale Gärten Göttingen und die Initiative Runder Tisch Zieten, die die Flüchtlingsheime an den Zietenterrassen betreut, den dort wohnenden Flüchtlingen das Gefühl geben, willkommen zu sein.

Dafür setzten sie gemeinsam sechs Obstbäume und mehrere Ziersträucher in den jungfräulichen Boden.

„Das Pflanzen der Bäume ist mehr als nur etwas Gartenarbeit. Es ist eine Willkommensaktion, ein Hobby-Vorschlag und der Versuch, die Bewohner und die Nachbarn einander anzunähern“, sagt Katja Laudenbach von der Initiative Runder Tisch Zieten vor dem Flüchtlingsheim auf den Zietenterrassen.

Dafür hatte die Initiative im Vorfeld eine Rund-E-Mail an die Nachbarn geschickt und sie eingeladen, zusammen mit den Bewohnern des Flüchtlingswohnheim die Bäume zu pflanzen. Die Aktion soll nicht nur die karge Fläche vor dem Wohnheim verschönern: „Sie dient auch als Sichtschutz zum angrenzenden Parkplatz des Fitnessstudios. Und auch als Schutz der Kinder, die vor dem Wohnhaus spielen, damit sie nicht auf die Straße rennen“, sagt Jacqueline Jürgenliem, Sprecherin des Runden Tisches Zieten.

Gespendet wurden die Bäume vom Verein Internationale Gärten Göttingen. „Es sind Apfel- und Birnen-Bäume, die hier auf der etwa 100 Quadratmeter großen Fläche gepflanzt werden“, sagt Vereinsleiter Tassew Shimeles und hebt mit kräftigen Bewegungen ein Loch für einen jungen Apfelbaum aus. Mit den „Willkommen sgärten“, die der Verein bundesweit an Flüchtlingswohnheimen schafft, will man die Flüchtlinge mit dieser Symbolik dazu einladen, sich ein Leben in Deutschland aufzubauen.

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