Revision unbegründet

BGH bestätigt: Baustellen-Diebe müssen mehrere Jahre ins Gefängnis

Göttingen/Bad Sachsa/Duderstadt. Vier Männer aus Montenegro und Serbien, die bei Diebestouren in der Region hochwertige Baumaschinen und Werkzeuge gestohlen hatten, müssen für mehrere Jahre in Haft.

Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte mit dieser Entscheidung ein Urteil des Landgerichts Göttingen. Die Revision wurde als unbegründet zurückgewiesen.

Der Prozess hatte sich über mehrere Monate hingezogen. Während der gesamten Verhandlung waren mehrere Simultan-Dolmetscherinnen im Einsatz. Im Januar verurteilte das Landgericht Göttingen dann alle vier Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen. Die Kammer wertete die sieben angeklagten Taten als Diebstahl mit Sachbeschädigung. Die mit dreieinhalb Jahren höchste Freiheitsstrafe erhielt ein 45-jähriger Mann aus Montenegro, der zuletzt in Duderstadt gewohnt hatte.

Er hatte eine Lagerhalle in Teistungen angemietet, die als Ausgangspunkt für die Einbruchstouren und als Beutelager diente. Im März 2017 stellte die Polizei dort Diebesgut im Wert von mehreren hunderttausend Euro sicher. Der 45-Jährige war außerdem der Besitzer zweier Fahrzeuge, welche die Täter bei ihren Einbruchstouren benutzt hatten.

Die übrigen drei Angeklagten, erhielten Freiheitsstrafen zwischen 26 und 36 Monaten.

Nach Erkenntnissen des Gerichts kannten sich die Angeklagten und weitere mutmaßlich Beteiligte seit Längerem. Ab 2016 übernachteten wiederholt Serben in der Lagerhalle in Teistungen. Ab dieser Zeit häuften sich auch die Einbruchsdiebstähle.

Die Angeklagten hatten Anfang 2017 in Bad Sachsa (Kreis Göttingen) und Schirmberg (Kreis Eichsfeld) mehrere Baucontainer aufgebrochen und dabei einen Sachschaden von mehr als 2000 Euro verursacht.

Eine weitere Einbruchstour führte sie nach Hameln, wo sie aus einem Friedhofsgebäude Werkzeuge im Wert von mehreren tausend Euro stahlen. Auch von Baustellen in Haynrode (Kreis Eichsfeld), Wolfsburg Bleicherode und Sollstedt (Kreis Nordhausen) stahlen sie Werkzeuge und Baugeräte, jeweils im Wert von mehreren tausend Euro.

Ihre Beute transportierten die Angeklagten in die Halle nach Teistungen. Von dort sollte das Diebesgut offenbar nach Serbien gebracht werden, um es zu verkaufen. Kurz vorher schlug die Polizei zu. Die Fahnder nahmen damals insgesamt neun Verdächtige fest, fünf von ihnen kamen später wegen fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß.

Rubriklistenbild: © Kopietz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.