Viele Besucher aus dem Umland

Befragung: Kunden loben Göttingens Ambiente

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Magnet für Besucher auch von außerhalb: Verkaufsoffene Sonntage mit einem Programm, wie hier „Göttingen zieht an“ von Pro City, lockt Menschen in die Göttinger Innenstadt, die in einer Umfrage gut wegkommt. 

Göttingen. Die Universitätsstadt hat eine belebte Innenstadt mit florierendem Handel, dafür sorgen grundsätzlich zufriedene Kunden.

Die Umfrage „Vitale Innenstädte 2016“ des Handelsverbandes in Zusammenarbeit mit der Stadt und Pro City brachte dieses Ergebnis.

Wer ist denn der klassische Innenstadtkunde in Göttingen?
Nun: Er wohnt meist in Göttingen, ist rund 41 Jahre alt, besucht die Stadt mit dem Auto oder dem Zweirad. MIt 29,4 Prozent ist der Anteil der radfahrenden Kunden mehr als doppelt so groß wie in vergleichbaren Großstädten - auch Kassel. Zum Alter: Die Befragung fand im September, also in den Semesterferien (Anfang September) statt. Dann fehlen in Göttingen schon mal Zehntausende - auch junger - Innenstadtbesucher/-kunden - auch viele Uni-Bedienstete sind dann im Urlaub.

Wo landet Göttingen im Vergleich zu anderen ähnlich großen Städten in der Kundenbefragung?
Die befragten Kunden vergaben in 121 deutschen Städten Schulnoten für verschiedene Bereiche. Göttingens Innenstadt - Note 2,5 - liegt über der Durchschnittsnote aller 121 Städte - 2,7 - und dem Schnitt vergleichbarer Städte - Note 2,6.

Was sind die Stärken der Göttinger Innenstadt?
Wegen der Geschäfte, also des Handels kommen die meisten Menschen in die City. Aber auch auch Ambiente, attraktives, gemütliches Stadtbild und Gastronomie sind wichtig und werden als überdurchschnittlich bewertet, wie der Handel.

Einkaufen mit Spaßfaktor: Besonders an den Wochenenden ist die Innenstadt bunt und belebt.

Waren die Begragten „Innenstadtfans“, also ohnehin eher dort Einkaufende?
Ja, das kann man sagen. Besonders die am Samstag Befragten gaben Göttingens Innenstadt noch bessere Noten als die Donnerstagbesucher. Viele schätzen das Angebot an Geschäften und sind sogar Mehrfachbesucher pro Woche (80 Prozent aller Befragten).

Sind diese City-Stammkunden grundsätzlich gegen Online-Einkäufe?
Nein! 40 Prozent der Befragten informierten sich vor dem Kauf in Innenstadtgeschäften im Internet. Sie kaufen auch oft zusätzlich in Online-Shops (57 Prozent). Dennoch: die Zahl der Nicht-Online-Käufer beträgt immerhin 40 Prozent. Aber: 20 Prozent sagen auch, sie kaufen öfter Online ein, gehen weniger in die Innenstadt zum Shoppen.

Nehmen das die Einzelhändler zur Kenntnis, auch, dass sich Kunden vorher im Netz informieren?
Ja. Alexander Grosse vom Einzelhandelsverband und Geschäftsführer von Wiederholdt sagt: „Die Kunden kommen heute immer öfter gezielt und vorinformiert in die Läden“. Der Schaufensterbummel und die Produktauswahl finden stärker im Internet statt.“ Seine Folgerung: „Darauf muss der Handel reagieren, Kunden auch online informieren und kompetent beraten.“

Wie wird das Angebot in der City bewertet?
Besser als in vergleichbaren Städten schneiden ab: Büro/Schreibwaren, Sport/Spiel/Hobby, Optiker, Bücher, Drogeriewaren und Lebensmittel. Schlechter aber immer noch mit Zweier-Notenschnitt: Bekleidung - vor allem Männer -,Schuhe/Lederwaren, Uhren/Schmuck, Telekommunikation.

Was ist schlecht an der Innenstadt?
Vor allem die Parkmöglichkeiten und somit die Erreichbarkeit mit dem Auto. Die Kunden geben hier die mäßige Durchschnittsnote 3,2. Noch schlechter: Die Ausschilderung der Parkmöglichkeiten (Note 4). Grund: Es gibt kein intelligentes Parkleitsystem, auf das vor allem Auswärtige angewiesen sind.

Aus welchen Orten des Umlandes kamen die meisten Befragten?
Die meisten der insgesamt etwa rund 20 Prozent auswärtigen Besucher kamen aus den südlichen Nachbargemeinden bis Friedland und Neu-Eichenberg (Hessen). Stark auch die Zuläufe aus dem Eichsfeld bis Osterode und dem Bereich Hardegsen, Uslar und Einbeck. Geringer der Anteil aus Northeim.

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