Porträt: Familienmensch mit Herz

Bekannt aus Stromberg und Alarm für Cobra 11:  Wie sich Prashant Jaiswal in Göttingen verliebte

+
Fühlt sich in Göttingen „pudelwohl“: Prashant Jaiswal hat im Schatten des Gänseliesels seine Heimat gefunden.

Göttingen. Prashant Jaiswal lebt seit 15 Jahren in Deutschland. Göttingen hat es ihm besonders angetan. Ende November steht er für die Erfolgsserie „Der Lehrer“ vor der Kamera.

Diese gute Laune ist einfach ansteckend: Kaum hat Prashant Jaiswal die HNA-Redaktion betreten, versprüht der 43-jährige Inder die pure Lebensfreude. Im Moment dreht er für die RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“ und darf mal nicht der „nette Inder“ sein.

Der Schauspieler, der unter dem Künstlernamen Prabhakar mit der Fernsehserie „Stromberg“ bekannt wurde, hat in Göttingen seine Heimat gefunden.

„Wegen der Liebe“, berichtet Jaiswal, sei er damals in die Universitätsstadt gekommen. Die hat sich zwar mittlerweile abgekühlt („Der einzige Fehler, den ich gemacht habe, war an diese Liebe zu glauben“), doch Göttingen ist sein Zuhause geblieben. Auch weil er in der Nähe seiner „bezaubernden und schauspielerisch talentierten“ Tochter bleiben will. Die Familie ist für Jaiswal das Wichtigste. „Ich finde es schade, dass die Familie in Deutschland keine so große Bedeutung hat wie in Indien“, sagt der Schauspieler.

Arbeit bei Expo war Startschuss

Aus Deutschland weg möchte er dennoch nicht mehr: „Ich bin seit 15 Jahren hier und habe mich nicht einen Tag als Ausländer gefühlt.“ Der Weg von Südasien nach Mitteleuropa begann für Jaiswal im Jahr 2000, als er für sechs Monate im indischen Pavillon bei der Expo in Hannover arbeitete. „Damals habe ich mich in Deutschland verliebt“, sagt er. Und man sieht ihm seine Zuneigung dabei an. 2002 zog es ihn endgültig in die Bundesrepublik.

Die Integration fiel Jaiswal nicht schwer, was sicher auch an seinem positiven Wesen liegt. Der 43-Jährige zeigt sich als offener, sympathischer und überaus humorvoller Mensch.

So kommt Jaiswal mit jedem ins Gespräch und muss bei dem Spaziergang durch die Göttinger Fußgängerzone schon mal die ein oder andere Hand schütteln. „Ich fühle mich in Göttingen pudelwohl, weil ich hier sehr viele Freunde gewonnen habe“, bestätigt der Inder den Eindruck, dass man ihn einfach mögen muss.

Neben seinem Beruf als Schauspieler, Misswahl-Juror oder Werbefigur ist Jaiswal auch ehrenamtlich tätig. Insbesondere für die Kleinen setzt er sich ein, etwa beim „Bowling mit Prominenten“ für krebskranke Kinder in Göttingen und München oder bei einem Benefizrenntag zur Unterstützung des Kinderschutzbundes in Köln.

Die restliche Zeit verbringt Jaiswal in seinen Göttinger Lieblingslokalitäten, der Villa Cuba, der Nautibar oder dem India Haus.

www.prashant.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.