Ermittlungsverfahren eingeleitet

Bengalos und Sprüche auf Hauswand gegen rechten Aktivisten Steinke

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Rote Farbe auf weißem Grund: Auf der Fassade des Wohnhauses von Lars Steinke in Geismar verewigten sich Gegner. 

Göttingen. Unbekannte haben am Wohnhaus des Vorsitzenden der Jungen Alternative, Lars Steinke, Sprüche in roter Farbe aufgesprüht und Bengalos abgebrannt. 

„Steinke, du Nazi! wir komm wieder“, sprühten sie auf die Fassade des Hauses in Geismar, zündeten die bengalischen Feuer, riefen verstärkt durch ein Megafon beleidigende Sprüche und hinterließen Flugblätter in Briefkästen, die sich auf die politischen Aktivitäten von Steinke beziehen. Die Junge Alternative ist die Jugendorganisation der AfD. 

Der Betroffene wurde durch den Lärm aus dem Schlaf gerissen und alarmierte die Polizei. Die Beamten fahndeten anschließend erfolglos nach den Tätern.

Die Polizei geht „aufgrund der Gesamtumstände derzeit von einer politisch motivierten Tat aus“, wie es im Polizeibericht heißt. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbschädigung und Beleidigung eingeleitet. Das Staatsschutzkommissariat befasst sich mit dem Fall.

Es gibt keine Schätzung darüber, wie hoch der entstandene Sachschaden ist.

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise unter 0551/491-2115.

Der Betroffene wertet den Vorfall in einer Pressemitteilung als „Einschüchterungsversuch, der mächtig nach hinten los ging“.

Im Dezember 2015 hatten vor dem Wohnhaus Steinkes bereits die Mülltonnen gebrannt. Auch das damals in der Herzberger Landstraße geparkte Auto des AfD-Jugend-Aktivisten im Januar 2016 demoliert worden.

Gegen Steinke hatte es 2013 auch Widerstand in den AfD-Reihen gegeben, war unter anderem Klaas Otte aus dem Kreisvorstand ausgeschieden. Grund dafür war auch, dass sich Steinke nach Einschätzung Ottes grenzwertig zu rechten Themen geäußert haben sollte. (tko)

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