Solar-Check Plus

Beratungs-Angebot: Solaranlage kann Sparmodell sein

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Beratung vor Ort: Hausbesitzerin Meike Cichos (links) mit Projektleiterin Léa Georges und Energieberater André Heider vor ihrem Haus, auf dem demnächst eine Solaranlage installiert werden soll. 

Göttingen. Anfang Mai startete in Südniedersachsen das Pilotprojekt „Solar-Check plus“, bei dem Hauseigentümer sich über die Möglichkeit der Nutzung von Sonnenenergie vom eigenen Hausdach beraten lassen können.

Inzwischen liegen die ersten Erfahrungsberichte vor.

„Ohne dieses Angebot wären wir längst nicht so weit mit den Planungen“, sagt Meike Cichos. Durch einen Zeitungsartikel sei die Göttingerin auf das gemeinsame Projekt der Energieagentur Region Göttingen, der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen aufmerksam geworden.

„Da wir ohnehin eine Dachsanierung planten und mit dem Gedanken spielten, eine Solaranlage zu installieren, entschlossen wir uns sofort, dort anzurufen und das Beratungsangebot anzunehmen“, sagt sie.

90-minütiger Besuch

Während des rund eineinhalbstündigen Besuches von Energieberater André Heider schilderte Cichos zunächst ihre Pläne und anschließend das komplette Haus vom Dach bis zum Keller unter die Lupe genommen. „Dabei wurden alle wesentlichen Details des Gebäudes angeschaut und der Energiebedarf der Bewohner ermittelt“, so Heider. Nach der Auswertung habe er dann einen Bericht erstellt und Möglichkeiten aufgezeigt, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung oder auch die Heizung zu unterstützen und mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen.

Anlage macht Sinn

„In unserem Fall hat sich gezeigt, dass eine Solaranlage durchaus Sinn macht“, freut sich Meike Cichos. Die Anschaffungs- und Installationskosten von etwa 7500 Euro würden sich nach den Berechnungen des Energieberaters nach etwa zwölf Jahren amortisieren. „Zum einen würden wir demnach 370 Euro im Jahr an Energiekosten sparen und zum anderen 200 Euro durch die Einspeisung des überschüssigen Stroms ins Netz verdienen.“

Da die Solaranlage eine garantierte Mindestlaufzeit von 20 Jahren hat, würde man nach den zwölf Jahren sogar deutliche Einsparungen haben. „Beinahe noch wichtiger ist aber, dass man in Zeiten stetig steigender Energiekosten die eigenen Stromkosten auf absehbare Zeit stabil halten kann“, ergänzt André Heider.

„Die 40 Euro, die diese Beratung kostet, haben sich wirklich gelohnt“, sagt Meike Cichos, die noch in diesem Sommer eine Solaranlage auf ihrem Hausdach installieren lassen will. Ein Umstand, über den sich auch Projektleiterin Léa Georges von der Energieagentur Region Göttingen freut.

„Bislang haben unsere Mitarbeiter bereits 31 Hausbesitzer beraten“, sagt sie. Da das Angebot „Solar-Check Plus“ vorerst nur bis September besteht (dann läuft die Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium aus), hofft Georges, dass bis dahin noch möglichst viele Hauseigentümer von dem besonderen Angebot Gebrauch machen. (per)

Kontakt: Energieagentur Göttingen, Léa Georges, Tel. 05 51/37 07 49 88, E-Mail: georges@energieagentur-goettingen.de

www.earg.de/solarcheck

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