Knapp 800 Unterstützer: Online-Petition soll Göttinger Altstadtfest-Neuauflage wiederbeleben

Viele Besucher in der Göttinger Innenstadt: Bei den Altstadtfesten war über Jahre richtig was los. Repro: Schirmer

Göttingen. Mit einer Petition im Internet versuchen Daniel Schirmer und Jacqueline Metge das Altstadtfest in Göttingen wiederzubeleben.

Dem 33-Jährigen war die Idee zu der Aktion beim Einscannen von Dias seines verstorbenen Vaters gekommen. Auf den Farbbildern waren unter anderem Szenen des Altstadtfestes zu sehen, das in seinen besten Zeiten 150 000 Besucher anlockte. Vor gut zehn Jahren wurde letztmals Altstadtfest gefeiert. Bei der Aktion fürs Familienalbum war Jacqueline Metge, die Freundin des angehenden Einzelhandelskaufmanns, dabei.

Schließlich hatten sie die Idee, mit einer Online-Petition den Neustadt anzuschieben. Am vergangenen Samstag erschien die Petition im Netz. Die Resonanz ist schon jetzt riesig. Knapp 800 Unterstützer, darunter fast 600 aus Göttingen, hatten am Mittwochmorgen bislang unterschrieben. Adressat der Petition ist Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler.

Hatten die Idee zu der Online-Petition: Daniel Schirmer und seine Freundin Jacqueline Metge. Foto: nh

1600 Unterschriften sind das Ziel. Wird dieses Quorum für Göttingen Dann würde die gemeinnützige Online-Plattform "openPetition" Stellungnahmen des Rates der Stadt Göttingen einholen. Falls die Zahl nicht erreicht werden sollte, würde lediglich diese Zusatzfunktion entfallen. Innerhalb der Stellungnahme könnten sich Abgeordnete bezüglich des Petitionsanliegens positionieren und angeben, ob sie eine öffentliche Anhörung befürworten oder nicht. "Die Petition erhält derzeit im Minutentakt Unterschriften, daher bin ich mir sicher, dass diese das Quorum knacken wird", sagt Jessica Seip von "openPetition".

Wer sich dem Vorstoß anschließen will, hat dazu noch bis zum 10. April Zeit. 

Daniel Schirmer könnte sich vorstellen, dass eine Neuauflage des Altstadtfestes mit einem neuen Konzept eine Chance haben könnte. So könnte beispielsweise die Anzahl Bühnen, Buden und Stände reduziert werden. „Auch der Name könnte geändert werden. Viele heimische Musiker hätten auch so wieder eine Möglichkeit ihr können unter Beweis zu stellen. Man sollte wenigstens mal wieder darüber nachdenken und dem Altstadtfest eine zweite Chance geben. Der Stadt wird es gut tun, und den Bewohnern und Gästen wieder Freude bereiten“, heißt es zur Begründung.

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