Finanzbeitrag für die Sanierung des ältesten Göttinger Freibades

Berlin spült Millionen ins Brauweg-Becken in Göttingen

So viel – sportlicher – war selten in diesem Sommer: Das Freibad im Brauweg bietet mit seinen historischen Gebäuden und beim Volkstriathlon, hier 2015, einen Blickfang. 2021 wird es saniert – auch mit Millionen aus Berlin.
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So viel – sportlicher – war selten in diesem Sommer: Das Freibad im Brauweg bietet mit seinen historischen Gebäuden und beim Volkstriathlon, hier 2015, einen Blickfang. 2021 wird es saniert – auch mit Millionen aus Berlin.

Nötig, ja überfällig ist die Sanierung des Freibades am Brauweg im Göttinger Süden schon lange. Jetzt aber ist – dank Geld aus Berlin – die Sanierung unter Dach und Fach.

Göttingen – So bezeichnet es der Göttinger Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann (SPD). Er gab mit seinem CDU-Kollegen Fritz Güntzler die gute Nachricht am Mittwoch weiter.

Da nämlich hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages drei Millionen Euro zweckgebunden für die Sanierung des ältesten und größten Göttinger Freibades, das auch stets die meisten Gäste pro Saison anlockt, bewilligt.

Das Geld kommt aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen. Oppermann und Güntzler hatten sich zuvor für die Unterstützung des Göttinger Projektantrages starkgemacht.

Für den sportlichen Thomas Oppermann ist die Bewilligung nicht nur ein positives Signal an die Stadt, „sondern auch an die 70 000 Schwimmerinnen und Schwimmer“, die trotz der Corona-Vorkehrungen in dieser Saison dort ihre Bahnen gezogen hätten.

Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) als Betreiber benötigt für die Brauweg-Sanierung rund 6,7 Millionen Euro. Damit soll das Bad mit den historischen Holzbauten und Sprungturm, das 1927 eröffnet wurde, zu einem „weiteren Highlight der Freizeitmöglichkeiten in Göttingen werden“, wie es Fritz Güntzler beschreibt, der die Planungen „beeindruckend“ nennt.

Vorgesehen sind: Modernisierung des Eingangsbereiches, der Umkleiden und Toiletten, der Schwimmbecken samt Badewassertechnik, aber auch des Freigeländes mit Eltern-Kind-Bereich.

Das Erscheinungsbild soll aber erhalten bleiben, ebenso das konservative Betriebskonzept. Der „Brauweg“ soll also nicht wie die Bäder in Grone und Weende zu einem Naturschwimmbad werden.

Großes Bad mit Sprungturm und Rutsche: Das Freibad am Brauweg ist das größte der Stadt und wird ab 2021 modernisiert. Dabei hilft Geld aus Berlin.

Umgesetzt werden soll auch ein lang gehegter Traum, auch des ehemaligen GoeSF-Geschäftsführers Alexander Frey, der im Frühjahr in den Ruhestand gegangen ist: Der Zugang zum Flussarm der Leine – unterhalb des Stauwehres.

Ein Projekt, das auch Nachfolger Andreas Gruber freuen dürfte. Wichtig für den Service wird der Neubau der Gastronomie sein, er soll 2022 realisiert werden.

Thomas Oppermann hofft im Übrigen, dass aus dem Fördertopf zur Sanierung kommunaler Einrichtungen noch weitere Projekte in Stadt und Landkreis profitieren könnten. „In Südniedersachsen sind einige Sportstätten in nicht gerade gutem Zustand.“

Und wenn aus den 200 Millionen Euro über einen Nachtrag zum Bundeshaushalt für die Sanierung von Sportstätten kein Geld mehr kommen sollte, dann lohnt sich das Dranbleiben für Oppermann und Güntzler: 400 Millionen werden 2021 verteilt. Daraus könnte wieder Geld in ein Freibad fließen – das in Duderstadt muss dringend saniert werden, wie Oppermann weiß. (Thomas Kopietz)

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