Berufsschullehrer aus Spanien besuchten Beratung der Göttinger Arbeitsagentur

Deutschen Arbeitsmarkt erkunden: Spanische Berufsschullehrer besuchten das Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur Göttingen. Foto: privat/nh

Göttingen. Fünf spanische Berufsschullehrer aus der Region Valencia waren zu Gast in der Göttinger Arbeitsagentur. Sie wollten sich über die Berufsorientierung und Duale Ausbildung in Deutschland informieren.

Die spanischen Lehrkräfte besuchten außerdem das Bundesfachzentrum für Metall und Technik Northeim und auch die IdeenExpo in Hannover.

Anke Koch, Teamleiterin in der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Göttingen, stellte gemeinsam mit Berufsberaterin Simone Bettenhausen das breite Spektrum an Angeboten - Berufsorientierung vor der Berufswahl, Beratung, Ausbildungsvermittlung und Förderangebote - vor, das Jugendlichen bereits vor Ende der Schulzeit zur Verfügung steht. Anschließend hatten die Gäste die Möglichkeit, das Berufsinformationszentrum kennen zu lernen und sich ein Bild von dem vielseitigen Internetangebot zu machen, das speziell für Jugendliche von der Bundesagentur für Arbeit konzipiert wurde.

Für Koch sei deutlich geworden, wie unterschiedlich die beiden Ausbildungssysteme sind. In Spanien werden viele Berufe durch einen einjährigen Besuch einer Fachschule und einem daran anschließendes dreimonatiges Praktikum im Betrieb ausgebildet. Auf andere Ausbildungsberufe bilden Hochschulen in einem drei- bis vierjährigen Bachelor-Studium die jungen Menschen aus. Deutschland rücke aufgrund des guten Arbeitsmarktes zunehmend in den Fokus der spanischen Jugendlichen sowie ihren Lehrkräften, berichtet Koch. Letztere sind verantwortlich für die Integration nach dem Abschluss.

Perspektive in Deutschland

Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland wird es für die Betriebe der Region zunehmend schwieriger, ihre freien Ausbildungsplätze zu besetzen. Junge Ausbildungsinteressierte und ausgebildete Fachkräfte, deren Abschlüsse teilweise anerkannt werden können, hätten bei ausreichenden Sprachkenntnissen daher realistische Perspektiven, einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz in der Region zu finden, sagte Koch in ihrer Pressemitteilung.

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