Verdi macht Druck

Beschäftigte fordern von Uni-Präsidentin und UMG-Vorstand Ende der Blockade

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Die Verdi-Beschäftigten des UMG-Klinikservice zu Besuch bei der Uni-Präsidentin: Sie machten Druck in Sachen unterschiedlicher Bezahlung.

Beschäftigte der UMG-Klinikservice GmbH haben am Montag mit einer Delegation jeweils das Vorstandsmitglied der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Dr. Sebastian Freytag und die Präsidentin der Universität Göttingen, Prof. Dr. Ulrike Beisiegel besucht.

In einem Gespräch wollten sie Bewegung in die festgefahrenen Tarifverhandlungen bringen.

Ziel war es, die beiden Eigentümer der Klinikservice GmbH aufzufordern, der eigenen Tochterfirma endlich den notwendigen finanziellen Spielraum zu geben, um in den Tarifverhandlungen am kommenden Mittwoch zu einem Durchbruch zu kommen.

Kritisiert wurde eine „Blockadehaltung“ der Klinikservice-Geschäftsführung, die sich seit über zwei Monaten nicht bewege und auch auf einen weitreichenden Kompromissvorschlag der ver.di-Tarifkommission bislang nicht eingegangen sei.

Die Tarifauseinandersetzung in der UMG-Tochterfirma zieht sich seit Monaten hin. Zuletzt wurde Ende Oktober und Anfang November gestreikt.

Anna Loi und Tanja Pfahlert, zwei Beschäftigte aus der Reinigung, erklären: „Wir hoffen, dass der UMG-Vorstand sich seiner Verantwortung bewusst ist und endlich für konstruktive Bewegung in den Tarifverhandlungen sorgt.“ Niemand streike leichtfertig im Krankenhaus, sagten die Beiden. „Aber wenn die Geschäftsführung weiter blockiert, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als nächste Woche wieder zu streiken.“

Doreen Seifert aus der Wäscherei ergänzt: „Wir erwarten von der Uniklinik und der Universität, dass sie als Eigentümer und Kunden endlich der eigenen Tochterfirma den notwendigen finanziellen Spielraum zu geben, damit diese auf unser Kompromissangebot eingehen kann.“

Patrick von Brandt, zuständiger Fachsekretär bei ver.di Göttingen erklärt: „Die Geschäftsführung der Klinikservice GmbH zeigt sich bislang wenig kompromissbereit. Unsere Hand ist ausgestreckt. Der Ball liegt aber im Feld der Uni-Tochterfirma.“

Man könne es ich eine Kompromisslösung vorstellen, die sich strukturell an dem Tarifvertrag der UMG Gastronomie GmbH orientiert. „Leider verweigert sich der Arbeitgeber bislang aber solch einer Kompromisssuche“, sagt von Brandt.

„Geht die Geschäftsführung in den Tarifverhandlungen nicht endlich auf uns zu, werden die Beschäftigten weiter für ihre Interessen streiken.“ (tko)

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