Einblick in die Arbeit eines Sozialverbandes

Ministerpräsident bringt Mittagessen zu Göttinger Seniorin

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Angeregte Unterhaltung: Der Besuch von Ministerpräsident Stephan Weil machte Nadine Opitz (links) und Ellen Otto sichtlich Freude.

Göttingen. Ministerpräsident Stephan Weil lieferte in Göttingen Mittagessen an Senioren aus und verschaffte sich so einen Einblick in die Arbeit eines Sozialverbandes.

Schwungvoll und mit federnden Schritten erklomm der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch die Stufen zur Wohnung von Ellen Otto in Göttingen. Im Gepäck hatte er für die ältere Dame keine Parteibroschüre, sondern ein frisch gekochtes Mittagessen. „Das ist ja ein ganz ungewöhnlicher, lieber Besuch“, strahlte die 85-Jährige und verwickelte den ehemaligen Göttinger Studenten sogleich in ein unterhaltsames Gespräch über ihre Stadt.

Auch für den Ministerpräsidenten war diese Art der Begegnung eine neue Erfahrung, die ihm jedoch sichtlich Spaß machte. Einen Tag lang begleitete er als Teil der Veranstaltungsreihe „Arbeit und Dialog“ die Fahrerin des Dienstes „Essen auf Rädern“, Nadine Opitz, auf ihrer Tour. Angeboten wird dieser Lieferservice vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Göttingen (DPWV). „Das ist eine sehr gute Gelegenheit, mit den Menschen vor Ort ins direkte Gespräch zu kommen und zu erfahren, was sie bewegt“, erklärte Weil seinen Arbeitseinsatz.

Aktion läuft seit drei Jahren 

Seit drei Jahren begleitet der Sozialdemokrat regelmäßig niedersächsische Bürger in ihrem Arbeitsalltag. Vom Helfen in einer ostfriesischen Fleischerei bis zum Fahren mit einer Erntemachine auf einem Rübenacker sei schon viel dabei gewesen, erinnert sich Weil. Im Anschluss an jeden Arbeitseinsatz findet ein offenes Bürgerforum statt, bei dem die Themen besprochen werden, die die Bewohner der jeweiligen Gemeinde interessieren. Nach seinem Besuch in Göttingen trifft sich Weil abends mit Friedländer Anwohnern im Groß Schneer Landhotel zum Dialog.

Den Besuch des Göttinger Lieferservices sah er als gute Gelegenheit, sich über den strukturellen und demografischen Wandel im ländlichen Raum zu informieren. „Gerade in den Landkreisen Göttingen und Northeim merken wir, dass viele ältere Menschen inzwischen auf unseren Service angewiesen sind“, betonte Volker Bullwinkel, Geschäftsführer des DPWV. Zwischen 15.000 und 18.000 Portionen liefern seine Fahrer im Monat aus, so der Geschäftsführer. „Pro Tag sind das ungefähr 450 Essen.“

Das Tagespensum für den Ministerpräsidenten war dagegen erheblich geringer. Gemeinsam mit Nadine Opitz brachte er 16 Menschen im Stadtgebiet ein schmackhaftes Mittagsgericht.

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