„Nacht der Landwirtschaft“

Bester Junglandwirt kommt aus Göttingen: Johannes Müller erhält den CeresAward

Ein junger Mann (Johannes Müller) steht bei bestem Wetter mitten in einem grünen Feld
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Hat sich der Bio-Landwirtschaft verschrieben: Der Göttinger Johannes Müller erhielt nun den CeresAward als bester Junglandwirt Deutschlands.

Deutschlands bester Junglandwirt heißt Johannes Müller und kommt aus Göttingen. Der 27-Jährige erhielt nun im Rahmen der Gala „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin des CeresAward.

Göttingen – Die Welt von Johannes Müller dreht sich um Gemüse, Kartoffeln und Getreide. Seit er 2017 in den Biobetrieb seiner Familie eingestiegen ist, beschäftigt er sich mit zukunftsweisenden Ackerbaustrategien für seinen Betrieb. Dafür arbeitet er mit Firmen aus der Agrarbranche sowie den Universitäten Göttingen und Kassel zusammen.

Darüber hinaus lässt sich der 27-Jährige auch neue Strategien für die Vermarktung von Kohl, Karotten und anderen Kulturen einfallen. So gibt es bei ihm unter anderem bunte Möhren fürs Schulobst, spezielle Ofenkartoffeln für das türkische Gericht Kumpir mit Rezeptideen und auch gelbe Beete – die Beete ohne Sauerei in der Küche. „Es ist zunehmend schwierig zu vermitteln, dass es auch im Biolandbau B-Ware gibt. Also lasse ich mir ständig etwas Neues einfallen, um mein Gemüse zu vermarkten“, erklärt der Junglandwirt.

Junglandwirt Müller arbeitet unter anderem mit der Universität Göttingen zusammen.

Müller habe die Juroren der Kategorie Junglandwirt – Juroren in dieser Kategorie sind Dagmar Deutsch von agrarheute, Jens Steinhardt von Mitas und Mara Walz vom Bund der Deutschen Landjugend – mit seinem Unternehmergeist überzeugt, heißt es in einer Mitteilung. Der Göttinger habe es geschafft, den bereits erfolgreich laufenden Betrieb seiner Eltern weiter voranzubringen – der Biolandhof ist einer der größten Bio-Brokkoli- und Blumenkohlproduzenten Deutschlands.

Dabei geht es dem Junglandwirt um die Devise, sinnvoll zu wachsen und dabei betriebswirtschaftlichen, familiären und gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Mit exzellenter Mitarbeiterführung und -förderung zeigt er genauso Verantwortungsbewusstsein wie mit der Beteiligung an vielen Forschungsprojekten.

Über Kooperationen stärkt er andere Betriebe in der Gegend und mit dem Sitz im Aufsichtsrat der FairBio-Genossenschaft trägt er seinen Teil dazu bei, den deutschen Biolandbau nach vorne zu bringen.

Simon Michel-Berger, Chefredakteur agrarheute und Juror in der Kategorie Geschäftsidee und bei der Wahl des Gesamtsiegers, des Landwirts des Jahres, gratulierte allen Kategoriengewinnern „sehr herzlich.“ Die Ceres-Landwirte zeigten, wie man den eigenen Betrieb auch in scheinbar auswegloser Situation weiterentwickeln und zukunftsfest machen könne, so Michel-Berger.

Der CeresAward, der von agrarheute aus dem Deutschen Landwirtschaftsverband verliehen wird und in diesem Jahr zum 8. Mal stattfindet, gilt als besonders hohe Auszeichnung in der deutschen Landwirtschaft und ist mit 10 000 Euro dotiert.

Rund 200 Landwirte aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland haben sich in diesem Jahr dafür in den 10 Kategorien Ackerbauer, Energielandwirt, Biolandwirt, Junglandwirt, Rinderhalter, Schweinehalter, Geflügelhalter, Manager, Unternehmerin und Geschäftsidee beworben. (Melanie Zimmermann)

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