20 000 Euro winken

Bester Pokerstudent wird in Göttingen ausgespielt

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Das sind die besten Pokerspieler unter Deutschlands Studenten: Jason Denyer aus Kaiserslautern, Jan Dittnar aus Münster, Martin Felux aus Berlin, Felix Mallwitz aus Mannheim, Andreas Kames aus Mönchengladbach spielen um 10 000 Euro Jahresmiete.

Göttingen. Fünf Studenten stehen im Finale um Jahresmiete und Kaffeegeld: In Göttingen wird am Donnerstag der beste Pokerstudent Deutschlands gesucht.

Dem Gewinner winken 10 000 Euro für die Jahresmiete und 10 000 Euro als Kaffeespende. „Der Sieger wird einen Tag lang auf dem Kaffeebecher seiner Uni-Cafete als Spender zu sehen sein“, verkündet Christoph Köchy vom Veranstalter Unicum live. „Damit gewinnt er quasi nicht nur alleine, sondern auch für die Uni und seine Kommilitonen.“

Das Preisgeld für die Jahresmiete würde Jan Dittnar nicht ganz ausreizen: Der 18-jährige Student aus Münster wohnt im Studentenwohnheim. Er ist der jüngste Teilnehmer des Finales, 17 Jahre trennen ihn vom ältesten Teilnehmer, Andreas Kames aus Mönchengladbach.

Doch Dettnar hofft für den Sieg auf seine Rechenkünste und auf Psychologie: „Pokern ist eine Mischung aus der Technik, den Gegner lesen zu können und ihm andersherum falsche Informationen zu geben.“ Welche Kombination aus den Karten er spielt, welche er wegwirft - in Dittnars Kopf rechnet er aus, wie hoch die Chance ist, dass er das beste Blatt hat. „Hundertprozentig ist das natürlich nicht, weil man ja nie alle Karten kennt“, erklärt er, „aber Poker ist eben vielschichtiger und komplexer, als man so denkt. Es ist extrem mathematisch.“

Auf das studentische Pokerturnier ist er durch Zufall gestoßen - die Finalisten konnten sich ausschließlich überdie Internetseite www.pokerstars.de qualifizieren - einer Seite für virtuelle Pokerspiele. Bei der ersten Runde kam er direkt durch, in der zweiten Runde setzte er sich dann auch gegen acht Gegenspieler an seinem Spieltisch durch.

Nach Angaben von Köchy gab es rund 100 000 Teilnehmer bei den Online-Turnieren.

Ursprünglich hatten sich sieben Teilnehmer fürs Finale qualifiziert. „Aber zwei sind kurzfristig abgesprungen“, sagt Köchy. Teilnehmen durften ausschließlich eingeschriebene Studenten.

Wenn Jan Dettnar sich gegen seine vier Konkurrenten durchsetzt, will er sich vielleicht ein Auto kaufen. „Aber genauere Pläne habe ich noch nicht.“

Das Finale hat gegen 10.30 Uhr begonnen, Köchy rechnet mit einem Sieger am Nachmittag. „Aber genau kann man das nie wissen. Das kann manchmal auch ganz schnell gehen.“

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