Untersuchung stellt zwei Problembereiche heraus

Besucher fühlen sich in der nördlichen Göttinger Innenstadt unwohl

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Das jüdische Denkmal an der Oberen Maschstraße mit dem früheren Gefängnis: In einer Untersuchung des Quartiers wurden zahlreiche Defizite aufgedeckt.

Göttingen. In der nördlichen Innenstadt Göttingens gibt es zwei Problembereiche. Dies wurde bei einer vorbereitenden Untersuchung für einen Sanierungsplan für den Bereich deutlich.

Ein großes Problem geht vom Waageplatz aus. Dort fühlen sich viele Besucher unwohl. Der Grund: Zu bestimmten Zeiten ist der Platz ein Treffpunkt für Menschen, die beispielsweise dem Alkohol zusprechen. Außerdem halten sich dort „aggressive junge Männer“ auf. Daher werde das Umfeld als unangenehm empfunden, heißt es in der Untersuchung.

Ergebnisse der Befragung

Die Befragung hat zudem ergeben, dass mehr als die Hälfte der Passanten zum Einkaufen in diesem Bereich der Innenstadt aufhalten. Ähnliche Beobachtungen hat auch die Polizei gemacht: Das Sicherheitsempfinden für diesen Bereich der Innenstadt habe sich verschlechtert.

Ein weiterer Bereich mit Problemen ist der Platz der Synagoge. Auch dort hat sich das Sicherheitsempfinden verschlechtert. Dort gibt es möglicherweise ein weiteres Problem durch eine nahe Diskothek. So kommt es offenbar vor, dass sich junge Leute übergeben müssen. Manchmal werden davon auch Autos getroffen, was für die Besitzer unangenehm ist. Außerdem kommt es in diesem Bereich zu Ruhestörungen und Vandalismus, zum Beispiel durch das Abtreten von Autospiegeln.

In der Oberen Maschstraße kommt es zudem immer wieder zu Gefahrensituationen durch den Verkehr. Manche Autofahrer nutzen die Straße insbesondere während des Berufsverkehrs als Ausweichstrecke, um auf der Berliner Straße dem Stau zu entgehen.

Die Planer, die für die Untersuchung verantwortlich sind, schlagen eine Aufwertung des Waageplatzes und des Platzes des Synagoge vor. Damit soll die Aufenthaltsqualität deutlich verbessert werden. Problematisch wird offenbar von zahlreichen Befragten die Einrichtung eines Hostels in der ehemaligen Justizvollzugsanstalt am Waageplatz gesehen. Positiv fiel auf, dass die nördliche Innenstadt ein junger Stadtteil ist, in dem auch Familien und Studenten zu Hause sind.

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