Betriebsrat: Versorgung in Klinik am Leineberg verschlechtert sich

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Blick auf das große Gelände: Das Asklepios-Fachklinikum auf dem Göttinger Leineberg hat 740 Mitarbeiter.

Göttingen. Die Versorgungssituation am Asklepios-Fachklinikum in Göttingen verschlechtert sich offenbar seit Jahren kontinuierlich.

Das machte der Betriebsrat des Klinikums bei einem Treffen mit dem Göttinger CDU-Stadtverbandschef Prof. Dr. Ludwig Theuvesen deutlich.

So habe sich die Anzahl der Mitarbeiter im Verhältnis zur Anzahl der Stationsbetten und Plätze im tagesklinischen Sektor deutlich ungünstiger entwickelt. Die Verschlechterung der Versorgungssituation ist den Angaben der Betriebsratsvertreter zufolge bereits im Dezember 2014 durch die Assistenzärzte des Klinikums in einer Entlastungsanzeige gegenüber der Geschäftsführung beanstandet worden. Es seien zudem mehrere Gerichtsverfahren vor den ordentlichen Gerichten und Arbeitsgerichten mit dem Ziel der Überprüfung der Personalsituation angestrengt worden.

Wichtige Einrichtung

Das Asklepios Fachklinikum Göttingen für Psychiatrie und Psychotherapie sichert in Göttingen die vollstationäre psychiatrische Versorgung für die Landkreise Göttingen, Northeim, Osterode sowie Teile des Landkreises Goslar. Daneben unterhält das Klinikum tagesklinische Angebote und eine Institutsambulanz. Das auf dem Leineberg gelegene Klinikum verfügt nach eigenen Angaben über 428 Betten und versorgt mit 740 Mitarbeitern etwa 6500 Patienten pro Jahr. Es trägt damit – wie viele andere Einrichtungen auch – zu der im bundesweiten Vergleich außerordentlich guten Gesundheitsversorgung in Göttingen bei.

Professor Theuvsen: „Als Außenstehenden fällt es uns schwer, ein abschließendes Urteil über die Personal- und die Versorgungssituation in der Asklepios-Klinik zu fällen. Als CDU-Stadtverband nehmen wir die Sorgen des Betriebsrats sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber ernst und fordern die Geschäftsführung zu konstruktiven Gesprächen auf.“ In dem Gespräch erfuhr Professor Theuvsen auch, dass der Kreis Göttingen als zuständige Behörde die Konzession für den Klinikbetrieb erteilt hat. Theuvesen wird anregen, dass sich die CDU-Kreistagsfraktion näher damit befasst.

Das sagt der Medizinische Direktor Prof. Dr. Spitzer

Zu den erhobenen Vorwürfen der Assistenzärzte sagt der Medizinische Geschäftsführer Prof. Dr. Carsten Spitzer: „Den Vorwurf einer ‚Verschlechterung der Versorgungssituation‘ weisen wir ausdrücklich zurück. Die Geschäftsführung hat nach Eingang des Schreibens umfangreiche Gespräche mit den Assistenzärzten und auch den Chefärzten geführt und sich intensiv mit den geäußerten Beanstandungen befasst. Die im Schreiben erhobenen Vorwürfe haben sich allerdings nicht erhärtet und sind aus unserer Sicht auch nicht zutreffend.“

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