Warnung der Verbraucherzentrale

Betrüger wollen mit Strandkörben online abzocken

Beliebte Strandkörbe: Viele wollen sie jetzt kaufen. Das haben Internet-Abzocker für sich entdec kt. Foto: Stefan Sauer/dpa

Nord- oder Ostsee-Feeling für den eigenen Garten: Angesichts ungewisser Urlaubspläne sind Strandkörbe aktuell stark gefragt. Das versuchen unseriöse Anbieter für sich zu nutzen.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat nach einer Beschwerde Fake-Shops auf der Einkaufsplattform Amazon entdeckt. Kunden sollen vor der Bestellung direkt Kontakt mit dem Anbieter aufnehmen und Geld auf teils ausländische Konten überweisen. Besonders dreist: Die Bestellbestätigung sieht täuschend echt aus.

Beim Kauf auf amazon.de fühlen sich die meisten Verbraucher sicher – doch auch in diesem Fall ist Vorsicht geboten. „Wer aktuell nach Strandkörben sucht, kann leicht auf unseriöse Anbieter stoßen“, warnt Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Die Masche ist immer gleich: Kunden sollen den Anbieter vor der Bestellung kontaktieren. Sie werden aufgefordert, den Preis vorab zu überweisen – meist auf europäische Konten. In der Mail wird mit dem Käuferschutz geworben und erklärt, Amazon sichere die Zahlung ab, bis der Kunde die Ware erhält, überprüft und akzeptiert. „Das ist jedoch nicht korrekt, die A-bis-z Garantie greift nicht, wenn die Bezahlung abseits von Amazon stattfindet“, macht KörberKörber. Der Betrug fiel auf, da der angeblich deutsche Anbieter eine spanische Bankverbindung angegeben hatte.

In einem anderen Fall wurde ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Deutschland als Verkäufer angegeben. Das Unternehmen existiert tatsächlich. „Auf seiner Website gibt es jedoch bekannt, Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein. Betrüger haben den Amazon-Account genutzt, um Produkte im Namen des seriösen Anbieters zu verkaufen“, erklärt Körber. Das Beispiel zeigt, dass Kunden auch beim Kauf auf Amazon „sehr vorsichtig“ sein sollten.

Deshalb rät die Verbraucherzentrale: „Beim Marketplace-Einkauf sollten Kommunikation und insbesondere die Bezahlung ausschließlich über Amazon erfolgen“, sagt Rechtsexpertin Körber. Nur dann können Verbraucher im Betrugsfall den Käuferschutz nutzen. Außerdem sollten Kunden nicht per Überweisung oder Western Union bezahlen und misstrauisch werden, wenn ein angeblich deutscher Anbieter eine ausländische Bankverbindung angibt. Im Betrugsfall gilt: Strafanzeige stellen und Amazon umgehend informieren. Weitere Infos gibt es im Internet.. bsc

Weitere Infos gibt es hier.

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