Betrugs-Prozess: Göttinger Gericht stellt Verfahren gegen Geldbuße ein

Rubrikenlistenbild: dpa

Göttingen/Osterode. Der seit April laufende Prozess gegen einen 44-jährigen Bauunternehmer aus Osterode vor dem Landgericht Göttingen ist ohne ein Urteil zu Ende gegangen.

Die Wirtschaftsstrafkammer habe das Verfahren gegen eine Geldauflage vorläufig eingestellt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Als Auflage müsse der Angeklagte einen Gesamtbetrag von 17.500 Euro zahlen.

Die Staatsanwaltschaft hatte den 44-Jährigen wegen Vorenthaltens und Veruntreuung von Arbeitsentgelt sowie gewerbsmäßigen Betruges in 18 Fällen angeklagt. Er habe als Geschäftsführer eines Bauunternehmens zwischen Oktober 2006 und März 2008 zahlreiche Arbeitnehmer beschäftigt, ohne die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge und Zusatzversorgungsleistungen zu zahlen. Insgesamt sei dadurch ein Schaden von mehr als 2,1 Millionen Euro entstanden.

Ursprünglich hatte das Gericht zur Klärung der Vorwürfe insgesamt 14 Verhandlungstage bis Mitte Juli angesetzt. Nachdem die Kammer eine Reihe von Zeugen gehört hatte, nahm sie eine vorläufige Beweiswürdigung vor. Nach Ansicht der Kammer hat es zwar diverse Auffälligkeiten gegeben.

Allerdings habe sich der Beweis nicht erbringen lassen, dass eingesetzte Mitarbeiter Scheinselbständige gewesen seien. (pid)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.