Polizei warnt

Betrugsmasche in Göttingen: Falsche Wasserwerker bestehlen Senioren

Unbekannte Täter, die sich als Mitarbeiter des Wasserwerks ausgaben, haben am Freitagnachmittag eine 80-jährige Frau und ihren 89 Jahre alten Ehemann in ihrer Wohnung im Greitweg in Göttingen bestohlen. Die Täter erbeuteten einen geringen Bargeldbetrag.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten sich gegen 15 Uhr zwei Männer bei dem Ehepaar als Wasserwerker ausgegeben und angegeben, im Haus sei ein Defekt an den Wasserleitungen aufgetreten. Deshalb müssten auch die Leitungen in ihrer Wohnung überprüft werden. Ein Mann habe dann die Leitung überprüft, während ein weiterer angeblicher Mitarbeiter im Treppenhaus wartete.

Offenbar hatte sich die zweite Person unbemerkt in die Wohnung geschlichen und das Schlafzimmer durchsucht. Der angebliche Handwerker verließ wenig später die Wohnung. Am nächsten Tag stellte die ältere Bewohnerin den Diebstahl fest und alarmierte die Polizei.

Der Handwerker wird wie folgt beschrieben: etwa 20-30 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß, Oberlippenbart, südeuropäisches Aussehen, Jeanshose, grüne Weste und Baseball-Kappe.

Zum zweiten Täter ist nur bekannt, dass er schwarze Haare hatte.

Hinweise nimmt die Polizei Göttingen unter der Rufnummer 0551 / 491-2115 entgegen.

Die Polizei rät in solchen oder ähnlichen Fällen:

Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch.

Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort – legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.

Ziehen Sie telefonisch einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.

Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine Privatwohnung? Machen Sie bei hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür das Angebot, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte hinauszureichen, und halten Sie dabei die Tür gesperrt.

Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel). Sorgen Sie dazu für gute Beleuchtung und benutzen Sie, wenn nötig, eine Sehhilfe.

Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an. Suchen Sie dazu die Telefonnummer selbst heraus und ziehen Sie telefonisch einen Nachbarn hinzu.

Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben oder wenn sie von der Hausverwaltung angekündigt worden sind.

Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Ankündigung oder Auftrag entgegen. Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.

Pflegen Sie Kontakt zu Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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