Bewegung hilft gegen Alzheimer-Demenz - weniger Nervenzellen sterben

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Auszeichnung: Das Forscher-Tandem Privat-Dozent Dr. Oliver Wirths und Dr. Melanie Hüttenrauch (Mitte) erhielt den Hans-Heimann Promotionspreis. Dr. Iris Hauth überreichte die Ehrung.

Göttingen. Wer seinen Körper und seinen Geist in Bewegung hält, hat ein geringeres Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken. Diese Erkenntnis hat Nachwuchsforscherin Dr. Melanie Hüttenrauch von der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit einer aktuellen Studie untermauert.

Im Tiermodell konnte sie nachweisen, dass körperliches Training dem Verlust von Nervenzellen entgegenwirkt. Es sterben also weniger Nervenzellen in einer für das Gedächtnis und das Lernen wichtigen Hirnregion.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass sich Orientierungs- und Gedächtnisstörungen mit körperlichem Training normalisieren lassen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der prämierten Promotionsarbeit machen deutlich, dass körperliche und geistige Aktivität ein wichtiger Faktor für eine mögliche vorbeugende Strategie gegen die Alzheimer-Demenz sind.

In einem nächsten Schritt muss nun der Zusammenhang mit den krankhaften Veränderungen bei der Alzheimer-Demenz detaillierter untersucht werden.

Für ihre wichtige Arbeit wurde Dr. Hüttenrauch mit dem Hans-Heimann-Promotionspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde geehrt.

Sie erhielt den Preis zusammen Privat-Dozent Dr. Oliver Wirths, ihrem Betreuer. Er arbeitet an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Göttingen.

Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 8000 Euro dotiert.

Kontakt: Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Arbeitsgruppe Molekulare Psychiatrie, Privat-Dozent Dr. Oliver Wirths, Tel. 0551/39-10290.

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