Corona-Pandemie: UMG ergreift besondere Vorkehrungen

Bewohner aus Hotspot-Gebieten dürfen Göttinger Uni-Klinik nicht mehr besuchen

Die Universitätsmedizin Göttingen
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Die Universitätsmedizin Göttingen: Besucher, die im Bereich von Corona-Hotspots wohnen, dürfen die Einrichtung in der Regel nicht mehr betreten.

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) reagiert auf steigenden Corona-Infektionszahlen: Ab sofort sind Bewohner aus Corona-Hotspot-Gebieten nicht mehr als Besucher in der Klinik zugelassen.

Göttingen – Das soll Patienten und Mitarbeiter der UMG vor Ansteckungen schützen. Ausnahmen gelten weiterhin für die Kinderkliniken, die Geburtsbegleitung und Wochenstation sowie für die Intensivstationen und palliativmedizinische Situationen.

Hintergrund ist die weitere Ausbreitung des Corona-Virus in Südniedersachsen, Nordhessen und Nordthüringen. Dadurch nimmt die Zahl der Corona-Fälle im Einzugsgebiet des Universitätsklinikums Göttingen zu. Daher hat der Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen die schnelle Maßnahme beschlossen: Aktuell sind keine Besucher und Begleitpersonen aus innerdeutschen Corona-Hotspots in den Gebäuden des Universitätsklinikums und auf allen Normalstationen zugelassen. Aktuell gilt dies unter anderem für folgende Gebiete: Landkreis Eichsfeld, Stadt Witzenhausen, Stadt Kassel, Stadt Northeim und Stadt Bad Gandersheim. Das Besuchsverbot wird flexibel angepasst und kann sich täglich ändern. Vor einem Besuch an der UMG wird daher empfohlen, sich vorab über aktuelle Hotspots und Risikogebiete zu informieren.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht täglich aktuelle Fallzahlen auf seinem „Covid-19 Dashboard“, das hier aufgerufen werden kann. Aufgrund verzögerter Meldedaten kann es jedoch vorkommen, dass dort noch nicht alle bekannten Hotspots aufgeführt sind.

Die bisher geltenden Ausnahmeregelungen für die Kinderkliniken, die Geburtsbegleitung und die Wochenstation sowie für die Intensivstationen und die Palliativstation bleiben bestehen. Das gilt auch für zwingend erforderliche Begleitpersonen.

„Wir bitten um Verständnis für diese Maßnahme“, sagt Dr. Martin Siess, Vorstand Krankenversorgung und Leiter des Krisenstabes der UMG. „Sie alle helfen mit, das Risiko für unsere Patientinnen und Patienten sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verringern.“

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende, zu dem auch das Krankenhaus Neu-Mariahilf in Göttingen gehört, verfährt ähnlich wie die UMG. Auch dort sind keine Besucher aus Corona-Hotspot-Gebieten mehr zugelassen. Auch dort wollen die Verantwortlichen verhindern, dass sich das Virus ausbreiten kann. (Bernd Schlegel)

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