Revision gegen Entscheidung des Landgerichtes Göttingen abgewiesen

BGH bestätigt Urteil: Bandenmitglieder müssen fast vier Jahre in Haft

+
Gebäude Amtsgericht und Landgericht Göttingen: BGH-Urteil bestätigt Landgericht-Urteil bei Banden-Diebstahl-Prozess.

Göttingen. Zwei Mitglieder einer bosnischen Diebes- und Hehlerbande, die in Göttingen und an anderen Orten Lkw-Ladungen mit Metall und anderen hochwertigen Waren sowie ganze Lastwagen, Sattelauflieger und Sattelzugmaschinen entwendet hatten, müssen endgültig für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Der Bundesgerichtshof habe die Revision der beiden 62 und 27 Jahre alten Angeklagten als unbegründet verworfen, teilte eine Justizsprecherin mit.

Damit ist das im Dezember 2017 gefällte Urteil des Landgerichts Göttingen rechtskräftig geworden. Die Kammer hatte die beiden Angeklagten zu Freiheitsstrafen von jeweils drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Beide Angeklagte hatten zuvor in Spanien und Belgien in Auslieferungshaft gesessen, die auf die verhängte Strafe angerechnet wird.

Die Polizei hatte monatelang unter großem Aufwand gegen die Bande ermittelt. Durch Telefonüberwachung und Datenauswertungen konnten die Fahnder die Aktivitäten der organisiert vorgehenden Bande so genau nachverfolgen, dass sich die einzelnen Taten den Angeklagten zuschreiben ließen.

Am Ende des Prozesses befanden die Göttinger Richter die beiden Männer des schweren Bandendiebstahls in zwei Fällen beziehungsweise der gewerbsmäßigen Hehlerei und des schweren Bandendiebstahls in drei Fällen für schuldig.

Nach Überzeugung der Kammer hatte der 27-jährige Angeklagte im Juni 2015 einen in Hildesheim entwendeten Lastwagen mit mehreren Tonnen Aluminium-Müll von Hannover in Richtung Nordrhein-Westfalen gefahren.

Im Juli 2015 entwendeten die Angeklagten im Göttinger Gewerbegebiet einen Sattelauflieger, der mit 14 000 Herren-Sweat-Jacken im Wert von rund 80 000 Euro beladen war. Sie koppelten den Auflieger an einen Sattelzug, der zuvor von einer Firma in Burgdorf gestohlen worden war, und fuhren in Richtung Kassel. Dann versuchten sie, Abnehmer für die gestohlene Ware zu finden, allerdings ohne Erfolg.

Im Juli 2015 entwendete die Bande auch zwei Sattelzugmaschinen und einen Auflieger, um größere Mengen Metall von einer zuvor ausspionierten Firma in Sittensen stehlen zu können. Dort luden sie 65 Tonnen Edelstahldraht im Wert von 180.000 Euro auf und brachten das Diebesgut nach Bocholt,

Der 62-Jährige hatte vor Gericht angegeben, dass er nach Deutschland gekommen sei, um ein besseres Leben zu haben. Die Staatsanwältin hielt ihm dagegen vor, dass er einen erheblichen Teil seines Lebensunterhalts durch Straftaten finanziert habe. Beide Angeklagten seien von Anfang an nicht willens gewesen, sich an Normen anzupassen. Ihr gesamter Aufenthalt in Deutschland sei auf Straftaten begründet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.