Viel Lob, keine Punkte: BG verpasst Überraschung gegen Oldenburg

Spannende Kiste: Im Heimspiel gegen die EWE-Baskets Oldenburg verlor die BG Göttingen nur knapp. Hier zieht BG-Kapitän David Godbold gegen die Oldenburger Klemen Prepelic und Philipp Schwedhelm zum Korb. Foto: Jelinek

Göttingen. Riesig gekämpft, sich voll reingehauen, nie aufgegeben – die BG Göttingen heimste im Niedersachsenderby gegen die EWE Baskets Oldenburg viel Lob ein, doch am Ende waren die Punkte beim 74:79 (38:39) eben doch weg.

So nahe dran an einer Überraschung gegen eines der Topteams der Basketball-Bundesliga waren die Veilchen in dieser Saison noch nie. Der Nerven zehrende Abstiegskampf hält weiter an.

Eigentlich hatten die Veilchen schon vor dem ersten Sprungball verloren. Sowohl Khalid El-Amin (Knieverletzung) als auch Terrell Everett (im Training umgeknickt) konnte Trainer Johan Roijakkers nicht einsetzen. Beide laborierten an Verletzungen. Oder wollte sie der Coach für das wichtige Spiel am kommenden Samstag in Braunschweig schonen?

Viel Herz, viel Leidenschaft

Aktualisiert um 19.50 Uhr.

Egal, David Godbold übernahm den Job des Spielmachers, den er ordentlich ausfüllte. Und überhaupt: Erstaunlicherweise bot die BG den favorisierten Oldenburgern einen aufopferungsvollen Kampf. Mit viel Herz und Leidenschaft hielten die Göttinger dagegen und punkteten vor allem auch. Harper Kamp und Godbolds Dreier brachten die BGer 5:0 in Front, die Baskets kamen gar nicht in ihren Rhythmus und taten sich äußerst schwer. 10:5 hieß es nach fünf Minuten, die Fans glaubten auch weiterhin nicht, ihren Augen zu trauen. Als Mathis Mönninghoff auf 17:10 erhöht hatte, nahm Baskets-Coach Mladen Drijencic seine erste Auszeit. Doch die BGer blieben weiter im Vorwärtsgang und nahmen einen 22:16-Vorsprung in die erste Pause.

Nach Ian Hummers 24:16 ging aber sechs Minuten lang nichts mehr bei den Veilchen. So lange blieben sie ohne Korberfolg, während die Oldenburger einen 12:0-Lauf hinlegten und nach gut einer Viertelstunde dann erstmals mit 28:24 vorn lagen – auch weil Urgestein Rickey Paulding auf den „Punkte-Geschmack“ gekommen war. Ebenso Philipp Schwethelm nun mal locker drei Dreier einstreute, was die Baskets auf 36:31 davonziehen ließ. Bewundernswert aber der große Kampfgeist der Veilchen, die durch Mönninghoffs Dreier wieder auf 36:39 verkürzten, ehe der starke Hummer mit der Schlusssirene sogar den Anschluss per „Buzzer-Beater“ zum 38:39-Pausen stand schaffte. Bis dahin eine sehr couragierte Leistung der Göttinger...

...die sie auch nach dem Wechsel zeigten! Malte Schwarz brachte die BG zweimal mit zwei Dreiern in Front (46:44, 49:46), aber die Baskets ließen sich nicht abhängen, gingen dank Pauldings Buzzer-Beater-Dreier mit 59:58 ins letzte Viertel. Die Veilchen kompensierten ihre eindeutigen Längen-Nachteile gegen die Oldenburger Riesen Qvale, Aleksandrov und Schwethelm mit unheimlich viel Einsatz.

Auch im letzten Abschnitt konnte die BG den Gästen weiter überraschend Paroli bieten, brach nicht etwa ein. Kamp traf mit Dreier zum 66:65 (35.), doch danach schwand bei den Veilchen die Konzentration, obwohl Mönninghoff nochmals mit dem neunten BG-Dreier fürs 72:74 sorgte. „Wir haben alles versucht, aber es reichte nicht“, meinte Coach Roijakkers. „Ich kann nur sehr stolz sein bei unseren vielen Verletzten und Kranken. Wir haben schönen Basketball gezeigt.“ Doch es hilft nichts: In Braunschweig muss jetzt am nächsten Samstag ein Sieg her!

BG Göttingen verliert unglücklich gegen Oldenburg

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