Verkehrsdichte sank

Bilanz der Polizei: Weniger Unfälle in der Pandemie in der Region Göttingen

Blaues Blinklicht eines Polizeiautos mit roter LED-Schrift die Unfall aussagt
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Weniger Unfälle in der Pandemie: Diese Bilanz zog die Polizei

Mit Beginn der Pandemie sank für mehrere Monate die Verkehrsdichte in Stadt und Landkreis Göttingen.

Göttingen – Das schlägt sich bei der Zahl der Unfälle nieder. Sie sank im Vergleich zu 2019 um 19 Prozent auf 7210.

Diese Bilanz zog Polizeioberrat Thomas Reuter bei der Präsentation der Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr. Die positive Bilanz wird auch beim Blick auf andere Eckdaten deutlich: Die Zahl der Verkehrstoten sank von 14 auf neun. Die Zahl der Schwerverletzten verringerte sich von 220 auf 145. Bei den Leichtverletzten ist laut Göttinger Polizei ein Rückgang um 282 auf 1211 zu verzeichnen.

„Weniger Verkehrsunfälle, Schwerverletzte und Verkehrstote – eine erfreuliche Entwicklung. Dennoch ist jeder getötete Mensch einer zu viel. Die Senkung der Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Ausgang bleibt weiterhin unser nachhaltiges Ziel“, sagt Göttingens Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten. Die rückläufige Entwicklung führt sie auf die präventiven Maßnahmen und verschärften Kontrollen der Polizei sowie auf das veränderte Mobilitätsverhalten während der Corona-Pandemie zurück.

Von der Osten: „Viele Bürgerinnen und Bürger sind von Pkw, Bus und Bahn auf das Rad umgestiegen oder legen kürzere Wege zu Fuß zurück. Auch durch Lockdown und Homeoffice verbringen die Menschen mehr Zeit in den eigenen vier Wänden und weniger im Verkehrsraum.“

Gwendolin von der Osten, Polizeipräsidentin.

Sorgen machten der Polizei im vergangenen Jahr Unfälle mit tödlichem Ausgang bei Senioren. Dabei kamen sechs (2019: fünf) ältere Menschen ums Leben. Besonders problematisch ist dabei die Nutzung von Pedelecs. Ein 78-jähriger Fahrer eines solchen Fahrrades mit Elektroantrieb starb. 41 weitere Senioren erlitten mit dem Pedelec zum Teil schwere Verletzungen.

Polizeioberrat Thomas Reuter

„Wir begrüßen und unterstützen Sport und Mobilität mit Pedelecs, auch im Alter. Allerdings rate ich dringend, sich insbesondere bei der neuen Nutzung eines Pedelecs, zunächst mit dem Fahrzeug vertraut zu machen“, sagt Präsidentin von der Osten.

Auch hier gilt laut Polizei: Ein Helm rettet Leben. „Wir werden in diesem Bereich Präventionsangebote, wie beispielsweise ‘Fit mit dem Pedelec und Fit mit dem Fahrrad’ gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern fortführen und intensivieren, um die Sicherheit der älteren Verkehrsteilnehmern im Straßenverkehr zu erhöhen“, kündigt Präsidentin von der Osten an. (Bernd Schlegel)

Fotos: Polizei/nh

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