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„Peterchens Mondfahrt“: Bilder und Sprünge auf kleinen Rollen in der S-Arena

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Von: Michael Caspar

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Gruppenbild 1. Rollkunstlauf-Club Götingen zeigt in der Sparkassen-Arena „Peterchens Mondfahrt“.
Märchen auf Rollen: Der 1. Rollkunstlauf-Club Götingen zeigte in der Sparkassen-Arena „Peterchens Mondfahrt“. © Michael Caspar

Der 1. Rollkunstlauf-Club Göttingen inszenierte das bekannte Märchen „Peterchens Mondfahrt“ in der Sparkassen-Arena.

Göttingen – Das Märchen „Peterchens Mondfahrt“ haben am Wochenende 100 große und kleine Darstellerinnen des 1. Rollkunstlauf-Clubs Göttingen in der Sparkassen-Arena aufgeführt.

Bereits vor zwei Jahren begann der Verein unter Karin Limbachs Leitung mit den Vorbereitungen. Zehn Trainerinnen, die zum Teil selbst auftraten, standen ihr zur Seite. Die Premiere von Gerdt von Bassewitz’ Märchen, die Ende 2020 geplant war, musste aufgrund der Pandemie gleich zwei Mal verschoben werden.

Einige Rollen waren zwischenzeitlich neu zu besetzen, da einigen Roller-Skaterinnen – Jungen machten fast keine mit – die Konfirmation oder das Abitur dazwischen kam. Jetzt konnten dann jedoch rund 2.000 Besucher bei drei Vorstellungen Michael Kreters Inszenierung erleben.

Wunderschöne Bilder mit atmenberaubenden Manönern – Linien, Kreisen und Mühlen – gab es zu sehen. Den Auftakt machte das Junioren Dream Team, in dem auch Mitglieder anderer Vereine aktiv sind, unter anderem zu Musik aus dem Film-Musical Mary Poppins. Die jüngsten, zum Teil gerade einmal fünf Jahre alten Rollerskaterinnen führten den Tanz der Glühwürmchen auf – mit einem gelb leuchtenden Punkt auf dem Rücken.

Aufgenähte Taschen mit einer LED-Leuchte darin machten das möglich. „Wir gehen mit der Technik“, erklärte Leiterin Limbach. Sie hatte die Kostüme gemeinsam mit Christina Brakemeier, Olga Donina und Silvia Willig angefertigt.

Noch eindrucksvoller wirkten die LED-Lichterketten, die die Flügel der sechs Nachtfalter zum Leuchten brachten. Die Hauptcharaktere drehten in der von Firma Lighthouse ausgeleuchteten Halle auch Pirouetten. Die Naturgeister zeigten Double Toe Loops, Sprünge mit zwei Drehungen um die eigene Körperachse. Den Sandmann gab es mit den Salchow-Sprung zu sehen.

Die Sportlerinnen erzählten bei den Aufführungen die Geschichte von den Geschwistern Peterchen (Katharina Liman) und Anneliese (Isabella Gipper), die nachts von einem summenden Maikäfer, Herrn Sumsemann (Melina Kreter) geweckt werden.

In seiner Familie, klagte das Insekt, kämen alle mit fünf, statt mit sechs Beinen zur Welt. Der Grund: Seinem Urahnen habe ein Holzdieb das Körperglied abgetrennt. Als die – über die Stehlerei – erboste Nachtfee (Corinna Kees) den Dieb samt seines Holzbündels auf dem Mond verbannte, war auch das Beinchen mit dabei.

Rückgängig machen lasse sich das nur mit Hilfe von zwei Kindern, die noch nie ein Tier gequält hätten, Kindern wie Peterchen und Anneliese. Die beiden erklärten sich zur Hilfe bereit und treten im Märchen eine abenteuerliche Reise durchs All an.

So fahren sie mit dem Sandmann (Josephine Lange) in einem Schlitten über die Milchstraße. Der Große Bär (Flora Krieft) zeigt ihnen den Weg zur Mondkanone. Mit lautem Knall und viel Kunstnebel treten sie die drei die letzte Etappe zum Erdtrabanten an. Auf der gewaltigen Video-Leinwand waren sie auf ihrem Flug zu sehen. Das Publikum applaudierte begeistert. (Michael Caspar)

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