Neue Bildungs-Kooperation in Südniedersachsen

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Bildung darf keine Grenzen haben: Landrat Bernhard Reuter (von links, Landkreis Göttingen), Erster Kreisrat Gero Geißlreiter (Landkreis Osterode), Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Jörg Richert (Fachbereichsleiter beim Landkreis Northeim) unterzeichneten einen Kooperationsvertrag zwischen Land und Kommunen.

Göttingen. Die Landkreise Göttingen, Osterode, Northeim und die Stadt Göttingen haben mit dem Niedersächsischen Kultusministerium den Kooperationsvertrag Bildungsregion Südniedersachsen unterzeichnet.

„Bildung ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in der Region und muss gefördert werden“, sagte Landrat Bernhard Reuter am Dienstagnachmittag kurz vor der Unterzeichnung.

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt sagte vor der Unterzeichnung wie wichtig es sei, alle Bildunginstitutionen miteinander zu verknüpfen. „Die Landkreise in Südniedersachsen sind schon sehr früh gemeinsame Wege gegangen. Sie haben eingesehen, dass sich Bildung nicht an die Grenzen von Landkreisen hält“, erklärte Heiligenstadt.

„Statt parallel und mit Doppelstrukturen zu arbeiten, zieht der Landkreis Northeim den Blick über den Tellerrand vor. Gemeinsam mit kommunalen Partnern und dem Land werden so die Aktivitäten in der Region gebündelt“, berichtete Jörg Richert, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste und Schule des Landkreis Northeims.

An diesem Bildungsvertrag orientieren sich künftig alle Vereinbarungen, so Reuter. Mit ihrer Unterschrift haben sich die südniedersächsischen Kommunen folgenden Zielen verschrieben: Soziale Ungleichheiten innerhalb der Bildungschancen verringern, das individuelle Bildungsangebot der Kommunen bündeln und alle Bildungsressourcen erfassen.

„Schon früh haben wir erkannt, dass wir Bildung nur als Region handhaben können“, erklärt Reuter. Das Land mit seiner Personalherrschaft über die Schulen spiele dabei eine wichtige Rolle.

Die Bildungsregion Göttingen war 2006 durch Initiative der Landtagsabgeordneten Gabriele Andretta (SPD), Harald Noack (CDU) und Stefan Wenzel (Grüne) entstanden. Der Regionalverband richtet seitdem Bildungskonferenzen und Fachveranstaltungen aus, fördert unter der Überschrift „Schulbetrieb“ die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen – bislang kooperieren in Südniedersachsen 41 Schulen mit 70 Betrieben – , und er betreut 200 Kindertagesstätten, die sich am Projekt „Haus der kleinen Forscher“ beteiligen.

Mit diesem Konzept sei man in Südniedersachsen fast einzigartig, denn bislang hätten sich nur in Ostfriesland Landkreise einer Region in Sachsen Bildung zusammengeschlossen, bestätigte Heiligenstadt. Durch den Kooperationsvertrag werde die Bildungsregion gestärkt und könne sich weiterentwickeln. Konkret profitiert man von zwei Bildungskoordinatoren, die das Kultusministerium bis 2018 der Bildungsregion zuweist.

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