Vier Prozent der Flächen werden ökologisch bewirtschaftet

Der Bio-Anbau im Landkreis Göttingen nimmt weiter zu

Landkreis Göttingen. Bio-Produkte sind bei den Konsumenten beliebt – und auch die Landwirte ziehen nach. Mittlerweile werden rund vier Prozent der landwirtschaftlichen Flächen im Landkreis Göttingen für biologischen Anbau genutzt.

Das liegt aber immer noch unter dem deutschen Durchschnitt von knapp sieben Prozent. Im Vergleich zu 2010 hat sich die für Öko-Anbau genutzte Fläche innerhalb der Kreisgrenzen um 911 Hektar auf 2299 Hektar vergrößert, was umgerechnet einem Plus von gut 1275 Fußballfeldern entspricht.

„Vor 15 Jahren hätte man sich gesagt: ,Die Landwirte, die umgestellt haben, kommen wieder zurück’, das ist heute nicht mehr so“, berichtet Hubert Kellner, Vorsitzender des Kreisbauernverbands.

Mittlerweile gebe es auch im Landkreis mit Sicherheit Abnehmer für Bio-Produkte, zudem sei die Förderung für den Öko-Anbau in Niedersachsen unter Landwirtschaftsminister Christian Meyer zuletzt deutlich gestiegen. „Heute beschäftigt man sich einfach auch recht intensiv mit dieser Thematik, weil es deutlich lukrativer als früher ist“, erzählt der Kreislandwirt aus dem Duderstädter Stadtteil Desingerode, der selbst einen konventionellen Betrieb führt.

Obwohl der Kreis eine Region mit einem großem Anteil konventioneller Anbautechniken sei, herrsche ein „gutes Nebeneinander“. So haben laut Kellner auch große Betriebe über den gesamten Landkreis verteilt die Umstellung gewagt. Laut aktuellen Zahlen setzen mittlerweile 38 der 728 Betriebe ganz oder teilweise auf Ökolandbau.

Laut Prognosen soll der Bio-Anteil in der deutschen Landwirtschaft auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Schweinezüchter Kellner bleibt jedoch erst einmal abwartend: „Der aktuelle Anteil ist für uns hier auf jeden Fall ein guter Wert. Die Interessierten werden sich anschauen, was die Kollegen machen und dann ihre Schlüsse aus der ganzen Sache ziehen.“

Rubriklistenbild: © Ingo Wagner/picture alliance/dpa

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