1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Göttingen

Bischof Wilmer besuchte ukrainische Flüchtlinge in katholischer Einrichtung

Erstellt:

Von: Thomas Kopietz

Kommentare

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer besucht die Katholische Bildungsstätte St. Marien in Germershausen. Von links: Annette Allweil, Marlies Dornieden (Landkreis) Mykhaylo Kasay, Julia Adler, Katja Knoke, Heiner Wilmer und Propst Thomas Berkefeld.
Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer besuchte die Katholische Bildungsstätte St. Marien in Germershausen - dort wurde Platz für ukrainische Flüchtlinge geschaffen. Von links: Annette Allweil, Marlies Dornieden (Landkreis) Mykhaylo Kasay, Julia Adler, Katja Knoke, Heiner Wilmer und Propst Thomas Berkefeld. © Müller/nh

Der Hildesheimer katholische Bischof Heiner Wilmer hat am Karfreitag eine Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine in Germershausen (Kreis Göttingen) besucht.

Germershausen - Wilmer sprach mit ihnen über ihre aktuelle Situation und die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr, wie die Katholische Pressestelle Göttingen mitteilt.

„Das Leid, das der Krieg in der Ukraine für unzählige Menschen bedeutet, macht sprachlos“, sagte Wilmer im Anschluss an den Besuch. „Daher ist es umso wichtiger, ihnen Gehör zu schenken.“ Der Besuch in Germershausen sei ihm ein großes Anliegen gewesen, betonte der Bischof. Er hoffe, den Geflüchteten „so zeigen zu können, dass sie nicht allein sind und wir sie und ihre Angehörigen in unsere Gebete einschließen“.

Wilmer traf auch eine siebenköpfige Familie aus Charkiw, die nach einer beschwerlichen Flucht nach Germershausen kam. Immer wieder habe sie in Kellern und an anderen sicheren Orten Schutz vor den schweren Kampfhandlungen suchen müssen. Nach der Flucht aus der Ukraine hätten die drei Frauen und vier Kinder zunächst vergeblich versucht, in Polen eine Unterkunft zu finden. Vor allem für die Großmutter, die an einer Herzerkrankung leide, sei die Reise eine große Belastung gewesen.

Wilmer sagte, dass die „schnelle Hilfe ein starkes Signal der Hoffnung“ setze, auch in scheinbar auswegloser Kriegsereignisse in der Ukraine. Der Bischof sprach bei dem Besuch auch mit Annette Allweil, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung Südniedersachsen (GAB), Mitarbeitenden der Einrichtung und Marlies Dornieden, Sozialdezernentin und Leiterin des Krisenstabs im Landkreis Göttingen.

Der Landkreis hat die Notunterkunft in der ehemaligen katholischen Bildungsstätte St. Martin in Germershausen eingerichtet, um Geflüchtete aus der Ukraine vorübergehend unterzubringen, bis ihnen eine Wohnung zugewiesen werden kann. Gegenwärtig finden dort bis zu 81 Menschen Platz.

Um diese Nutzung zu ermöglichen, hat das Bistum Hildesheim den Verkauf der Immobilie ausgesetzt.  (tko/epd)

Auch interessant

Kommentare