Bisher 23.000 Corona-Tests

Corona-Testzentren der Universität Göttingen laufen auf Hochtouren

Das Foto zeigt die Eingangstür zu einem gebäude mit der Aufschrift Mensa Italia.
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Umfunktioniert: In der Mensa Italia testet die Uni Göttingen seit Monaten Mitarbeiter und Studierende auf Coronavirus-Infektionen.

Das von der Uni eingerichtete Corona-Testzentrum am Nordcampus und in der Mensa-Italia läuft auf Hochtouren. Die Unterstützung ist groß und kommt von vielen Seiten.

Göttingen – So ist die Uni-Medizin mit Personal und Fachwissen im Boot, ebenso die Max-Planck-Institute für Experimentelle Medizin und biophysikalische Physik. Dazu kommen Spenden, wie von der Sartorius AG, die das Testangebot für die Uni-Beschäftigten und Studierenden finanzieren helfen.

23.000 Tests haben seit November stattgefunden

Das wiederum ermöglicht allen ein gewisses Maß an Sicherheit, nicht zu erkranken und wenn, dann die Infektion in Grenzen zu halten. Sie können sich regelmäßig, freiwillig testen lassen – mit Hilfe des PCR-Tests.

Angesprochen sind mehr als 7000 Uni-Bedienstete und etwa 30.000 Studierende, von denen aber viele nicht in der Stadt sind, denn das Leben und die Arbeit vieler Uni-Beschäftigen und Bereiche ist immer noch ein anderes.

Tests am Nordcampus: Die Uni Göttingen hat dort seit 1. März in Containern ein Testzentrum in Betrieb. Rechts sind die Gebäude der Physik zu sehen.

„Die Universität Göttingen befindet sich weiterhin im eingeschränkten Präsenzbetrieb, in dem Präsenzveranstaltungen nur in Ausnahmefällen zulässig sind“, heißt es in der Sprache der Uni.

Seitdem das Projekt Campus-Covid-Screen (CCS) im November 2020 zunächst in den Pilot- und dann in den Regelbetrieb gegangen ist, haben etwa 23.000 Tests stattgefunden, teilt Uni-Sprecher Romas Bielke mit. Das Beste: Davon fielen nur 16 positiv aus, was einer Quote von 0,07 Prozent entspricht.

Kein Nasen-Rachen-Abstrich nötig – Speichelprobe genügt

Der CCS wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der UMG und den genannten Göttinger Max-Planck-Instituten entwickelt.

Das Besondere: Zur Probenabnahme ist kein Nasen-Rachen-Abstrich nötig, sondern eine deutlich einfachere und weniger unangenehme Speichelprobe, die mit einer Art Wattestäbchen im Mund entnommen wird.

„Die Vorteile des CCS liegen darin, dass kein direkter Kontakt zwischen Testperson und dem für die Tests verantwortlichen Personal nötig ist, dass gegenüber den üblichen Rachenabstrichen kein medizinisches Personal notwendig und die Entnahme der Probe komplett schmerzfrei ist“, erklärt Dr. Fritz Benseler vom MPI für Experimentelle Medizin, wo die Proben gesammelt und per PCR-Methode analysiert werden.

Institut prüft auch, ob Corona-Mutanten nachweisbar sind

Negative Ergebnisse werden den Testpersonen per E-Mail mitgeteilt, positive Ergebnisse müssen in Zusammenarbeit mit der Mikrobiologie der UMG bestätigt und bei erneut positivem Ergebnis dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

Prof. Uwe Groß, Direktor des UMG-Instituts für Mikrobiologie und Virologie, freut sich jedenfalls, dass „SARS-CoV-2 bisher bei den getesteten Personen nur selten nachweisbar ist und junge Menschen offenbar in der Region kein großes Infektionsrisiko darzustellen scheinen“. Man prüfe zudem auch, ob innerhalb des CCS auch die Corona-Mutanten nachweisbar sind.

Einer, der die Tests initiiert hat, freut sich darüber, dass es so gut läuft: Professor Reinhard Jahn, der bis Ende des Jahre Uni-Präsident war. „Das Engagement und die Unterstützung unserer Partner am Göttingen Campus von Beginn an sind ein gutes Beispiel für die herausragende Zusammenarbeit hier am Wissenschaftsstandort Göttingen.“ (Thomas Kopietz)

Das sagt Dr. Valerie Schüller

Dr. Valérie Schüller kommissarische Uni-Präsidentin, sagt Danke an die Partner und Förderer: „Ganz besonderer Dank geht an die Firma Sartorius für eine Spende von 100 000 Euro und den Universitätsbund Göttingen, der das Test-Projekt und die Spendenaktion von Alumni Göttingen mit 30 000 Euro unterstützt, indem er jeden Spendenbetrag verdoppelt“, sagt Schüller und betont: „Die regelmäßigen Testmöglichkeiten für alle Studierenden und Beschäftigten helfen uns, die Risiken bei Präsenzveranstaltungen am Campus besser abzuschätzen und tragen dazu bei, den Verlauf der Pandemie in der Stadt einzudämmen.“

Spendenformular: alumni-goettingen.de/spenden/echte-begegnungen-fuer-ein-studium-des-miteinanders-1/.

Uni-Testzentren

Wer sich als Uni-Bediensteter oder Student testen lassen möchte, muss sich online für einen Termin anmelden. Die Teilnahme an Corona-Tests ist keine Voraussetzung für einen Zugang zu universitären Veranstaltungen und entbindet auch niemanden von Pflichten, die das Gesundheitsamt Göttingen angeordnet hat.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular sind im Internet unter uni-goettingen.de/campus-covid-screen zu finden.

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