Beteiligung an weltweitem Aktionstag

Blaues Licht in Göttingen gegen die Todesstrafe

Das Alte Rathaus in Göttingen
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Das Alte Rathaus: Es wurde am Montag in den Abendstunden in blaues Licht gehüllt.

Zu Beginn dieser Woche wurde es blau in Göttingen: Vier Stunden lang wurden am Montag in den Abendstunden das Alte und das Neue Rathaus blau angestrahlt. Damit setzte die Stadt ein Zeichen gegen die Todesstrafe.

Göttingen – Der weltweite Aktionstag „Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe“ wurde von der Gemeinschaft Sant’Edigio begründet. Mittlerweile gehören ihr weltweit 2.340 Städte an. Die Stadt Göttingen unterstützt die Initiative seit 2012. „Die Todesstrafe kann niemals ein legitimes Mittel der Rechtsprechung sein“, sagt Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. „Mit der Aktion wollen wir einen Beitrag dafür leisten, die Todesstrafe weltweit abzuschaffen.“

An diesem Abend blieben viele Passanten vor allem vor dem Alten Rathaus in der Innenstadt stehen und machten Handyfotos. Mitglieder der Göttinger Amnesty-Gruppen trafen sich am Montag in den Abendstunden zu einer Mahnwache auf dem Marktplatz und informierten über die Bestrebungen zur Abschaffung der Todesstrafe.

Angesichts der Corona-Pandemie lud die Gemeinschaft Sant’Edigio Interessierte in diesem Jahr zu einer Online-Veranstaltung ein. „Der aktuelle weltweite Gesundheitsnotstand darf sich nicht auch noch in eine Krise der Menschenrechte verwandeln und unsere Motivation schwächen. Im Gegenteil, diese Lage stärkt uns im Einsatz. Covid-19 hat uns gezwungen, eine neue Sichtweise einzunehmen: Wir sind alle voneinander abhängig und werden uns nicht allein retten“, heißt es zu dem Thema in einer Erklärung.

Das Neue Rathaus in Göttingen: Auch dieses städtische Gebäude war blau erleuchtet.

Die christliche Laienbewegung Sant‘Egidio wurde 1968 in Rom gegründet und ist inzwischen in über 70 Ländern vernetzt. 2002 wählte die Gemeinschaft den 30. November als Aktionstag, da an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. (Stefan Rampfel)

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