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Vorbereitungen für Blindgänger-Entschärfungen: Schützenplatz in Göttingen gesperrt

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Von: Bernd Schlegel

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Kein Durchgang mehr: Der Bereich vom Schützenplatz über die S-Arena (rechts) bis zur Leine wird offiziell gesperrt. Ende März sollen Bildgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.
Kein Durchgang mehr: Der Bereich vom Schützenplatz über die S-Arena (rechts) bis zur Leine wird offiziell gesperrt. Ende März sollen Bildgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. © Bernd Schlegel

Am letzten März-Wochenende sollen wieder Weltkriegs-Blindgänger in Göttingen entschärft werden. Die Vorarbeiten beginnen bereits am Donnerstag (05.01.2023).

Göttingen – Der Bereich vom Schützenplatz und bis zum Radweg am westlichen Leineufer in Göttingen wird ab Donnerstag, 5. Januar, komplett gesperrt. Dann beginnen laut Stadtverwaltung die Arbeiten für die Entschärfung von vier mutmaßlichen Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg am letzten März-Wochenende.

Nach den aktuellen Planungen soll die Aktion, bei der erneut Tausende Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen, am Samstag, 25. März, stattfinden. Die Sperrung erfolgt laut Stadtverwaltung aus Sicherheitsgründen. Das Gebiet umfasst östlich der Leine den Schützenplatz, die S-Arena und den gesamten Sondierungsbereich bis zum Ufer südlich der Kleingartenanlage Auf der Masch. Auf der westlichen Leineseite ist der Uferbereich inklusive Radweg ab Godehardstraße bis Höhe Kleingartenanlage gesperrt.

Leine gesperrt: Kein Wassersport

Auch die Leine selbst bleibt für Kanuten, Ruderer und andere Wassersportler weiterhin gesperrt, Schilder am Ufer und an Brücken weisen darauf hin. Der gesamte Bereich wird mit Bauzäunen abgegrenzt, Haltverbote werden eingerichtet und Umleitungen ausgeschildert. Die Godehardstraße, eine wichtige innerstädtische Verbindungsstraße, bleibt weiterhin frei und kann befahren werden.

Von Donnerstag, 5. Januar, 6 Uhr, bis Samstag, 25. März , 5.59 Uhr ist es aus Sicherheitsgründen verboten, sich im Sperrbereich innerhalb oder außerhalb von Gebäuden, auf den Straßen, den Wegen und den Plätzen in diesem Bereich aufzuhalten oder diese zu betreten. Ein Verstoß gegen das Betretungs- und Aufenthaltsverbot stellt laut Verwaltung eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden kann.

Evakuierungsaktion am 25. März

Am Samstag, 25. März, wird ab 6 Uhr dann der weitaus größere, bereits angekündigte 1000-Meter-Evakuierungsradius gelten. Er wird zusammen mit der Liste der betroffenen Straßen und Hausnummern rechtzeitig vorher bekannt gegeben.

Der Leineradweg ist gesperrt: Ab Donnerstag, 5. Januar, beginnen die vorbereitenden Arbeiten für die Bombenentschärfung am 25. März.
Der Leineradweg ist gesperrt: Ab Donnerstag, 5. Januar, beginnen die vorbereitenden Arbeiten für die Bombenentschärfung am 25. März. © Bernd Schlegel

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen (KBD) hat bei Sondierungsarbeiten auf dem Schützenplatz vier Objekte im Erdreich geortet und als „Verdachtsfall für Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg“ eingestuft. Um diese Objekte genau identifizieren zu können, plant der KBD weitere Untersuchungen. Vom 5. Januar bis 24. März laufen die vorbereitenden Arbeiten dafür. Dazu gehören das Einleiten der Grundwasserabsenkung, das Auf- und Abstellen von Containerschutzwänden sowie weitere technische Erkundungen.

Besonderer Schutz für den Bereich

„Die vorbereitenden Arbeiten sind unbedingt notwendig. Falls es sich bei den Objekten tatsächlich um Bombenblindgänger handelt, können sie nur auf Basis dieser Vorbereitungen beseitigt werden“, so die Stadtverwaltung. Bereits während dieser Arbeiten gilt es, eine unkontrollierte Detonation zu vermeiden. „Der Bereich, der besonders zu schützen ist, wurde nach fachlicher Einschätzung des KBD und der Sicherheitsbehörden festgelegt. Die Einrichtung der Sperrzone ist zwingend erforderlich, um Gefahren bestmöglich abzuwenden“, heißt es aus dem Neuen Rathaus.

Die vier verdächtigen Objekte werden bei der eigentlichen Entschärfungsaktion am 25. März freigelegt und abschließend untersucht. Sollte es sich um Blindgänger handeln, so kann dann entschieden werden, wie die Entschärfung erfolgt.

Weitere Informationen gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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